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Die Magdeburger Elbröwer kennen kein Zittern und Bibbern

Klatsch von Gisela Lichtenecker

Werkzeug, um das Eis im Neustädter See zu knacken, haben die „Eisröwer“ zum Faschingsbaden schon Jahre nicht mehr benötigt. Den dünnen Eisfilm konnten sie im Nu bei Seite schieben, um dann mit „Helau“ kostümiert baden zu gehen. Viele Magdeburger waren letzten Sonntag zu diesem Faschingsgaudi gekommen. Und alle begrüßten, dass die Spaßvögel wieder im Bereich neben der Seeblick-Gaststätte eintauchen konnten. Der Gastwirt sorgte für Glühwein und Würstchen. 

Für den Eisröwer Pudding alias Wolfgang Rudolf war die Wassertemperatur von einem Grad wieder mal wie warm duschen. Er und die 78-jährige Gazelle alias Reinhard Schilling sind die Mitbegründer der Eisröwer vor 33 Jahren. Allerdings gehe ihnen der Nachwuchs aus, erzählt mir Pudding. Über die Schwimmvereine versuche man die Jugendlichen zu motivieren und zu vermitteln, was Abhärten für die Gesundheit bedeutet. Den 44-jährigen Feuerwehrmann Stephan van Steenkiste überzeugte vor vier Jahren sein Schwiegervater. Seitdem habe er keine Erkältung mehr gehabt. 

Über Nachwuchssorgen klagten auch Thomas und Heike Gose von den Brandenburger „Eisbären“. Ihr ältester Eisbader im Verein ist 82 Jahre alt und härte sich regelmäßig trotz Herzschrittmacher ab. Übrigens hat die Sprachwissenschaftlerin ihren Thomas in Magdeburg kennengelernt. Auch ein Grund, dass es die beiden zum Faschingsbaden an den Neustädter zog. Ihre Kinder konnten sie zum Eisbaden allerdings nicht überzeugen, erzählen sie. „Einmal und nicht wieder ist es uns gelungen.“ Den beiden Brandenburgern zolle ich besonders Respekt. Seit Jahren nehmen sie an den Weltmeisterschaften im Winterschwimmen teil. In diesem Jahr geht es nach Tallin.    

BU: Bei einem Grad Wassertemperatur war es für die Faschings-Eisbader wie warm duschen.