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Sachsen-Anhalt-News: Neues Herzkatheterlabor stärkt die Versorgung bei Herzinfarkten in Helios Bördeklinik


veröffentlicht am Dienstag, 3. März 2026

Magdeburg. Gemeinsam mit Landrat Martin Stichnoth, Julian Nader, Mathias Steffen sowie der Klinikleitung wurde das neue Herzkatheterlabor (HKL) feierlich Ende Februar eingeweiht. Damit setzt die Helios Bördeklinik ein klares Signal für eine leistungsfähige, wohnortnahe Herzmedizin in Sachsen-Anhalt. Auf rund 235 Quadratmetern entstand eine hochmoderne Einheit für invasive Diagnostik und interventionelle Therapie von Herzerkrankungen. Das bisherige Herzkatheterlabor war über zehn Jahre im Einsatz und wurde nun umfassend erneuert.

Sachsen-Anhalt ist bundesweit das Land mit der höchsten Rate an Herzinfarktpatienten. Umso wichtiger ist eine schnelle, qualitätsgesicherte Versorgung – insbesondere im ländlich geprägten Raum. „Die hohe Herzinfarktrate in Sachsen-Anhalt ist eine enorme Herausforderung für das Gesundheitssystem. Mit unserem neuen Herzkatheterlabor schaffen wir die strukturellen Voraussetzungen, um Patienten im Notfall schnell, sicher und auf höchstem medizinischem Niveau zu versorgen“, betont Dr. med. Heike Bien, Ärztliche Direktorin der Helios Bördeklinik.

 
24-Stunden-Versorgung bei akutem Herzinfarkt

Das neue HKL ermöglicht die durchgehende 24h-Therapie des akuten Herzinfarktes mit Rufbereitschaft an sieben Tagen in der Woche. Ziel ist es, verschlossene Herzkranzgefäße so schnell wie möglich wieder zu eröffnen und bleibende Herzmuskelschäden zu vermeiden.

„Beim Herzinfarkt zählt jede Minute. Entscheidend ist, dass wir Engstellen oder Gefäßverschlüsse sofort identifizieren und unmittelbar behandeln können. Das neue Labor verbessert unsere Abläufe erheblich und verkürzt die Zeit bis zur Intervention“, erklärt Dr. med. Ali Ghanem, Departmentleiter der Kardiologie.


Mehr Präzision durch moderne Diagnostik

Das Herzkatheterlabor unterstützt komplexe interventionelle Eingriffe wie:
  • Perkutane Koronarinterventionen (PCI)
  • Stentimplantationen – mit und ohne Medikamentenbeschichtung
  • CTO-Interventionen bei chronischen Gefäßverschlüssen

Ein wesentlicher Fortschritt ist die intrakoronare Flussmessung. Sie ermöglicht eine funktionelle Beurteilung von Gefäßverengungen und verbessert damit die Entscheidungsgrundlage für die individuelle Therapieplanung. „Nicht jede sichtbare Engstelle muss automatisch behandelt werden. Durch die funktionelle Koronardiagnostik können wir sehr präzise feststellen, welche Verengung tatsächlich relevant ist – das erhöht die Sicherheit und vermeidet unnötige Eingriffe“, so der Chefarzt weiter.

 
Höhere Patientensicherheit, geringere Belastung

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Reduzierung von Strahlen- und Kontrastmittelbelastung. Moderne Clarity-Technologie sorgt für hochauflösende Bildgebung bei deutlich geringerer Exposition. Zudem erlaubt die Kombination aus anatomischer und funktioneller Bildgebung eine differenzierte und individuell abgestimmte Therapieentscheidung. Durch optimierte Prozesse im Herzkatheterlabor profitieren Patientinnen und Patienten außerdem von effizienteren Abläufen – in vielen Fällen ist eine Entlassung bereits am Untersuchungstag möglich.

 
Breites Leistungsspektrum für die Region

Das neue HKL deckt ein umfassendes kardiologisches Spektrum ab:
  • Komplexe Behandlung der koronaren Herzkrankheit (Aufdehnen von Engstellen und Implantation von Stents)
  • Differentialdiagnostik bei Herzmuskelentzündungen
  • Vorhofohrverschluss mit Vorhofohrokkluder
  • Verschluss eines Vorhofseptumdeffekts
  • Implantation und Austausch von Herzschrittmachern, Defibrillatoren und CRT-Geräten
     
Damit stärkt die Helios Bördeklinik die wohnortnahe Versorgung im Landkreis Börde und entlastet zugleich überregionale Zentren.

„Gerade in einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt ist es entscheidend, dass Spitzenmedizin nicht nur in Universitätsstädten stattfindet. Unsere Patientinnen und Patienten sollen auch hier vor Ort Zugang zu moderner Hochleistungsmedizin haben“, unterstreicht Michael Lange, Geschäftsführer der Helios Bördeklinik.


Investition in die Gesundheitsstruktur des Landes

Mit der Investition in das neue Herzkatheterlabor setzt die Helios Bördeklinik ein klares Zeichen für Patientensicherheit, Versorgungsqualität und digitale Vernetzung in der Kardiologie.

Auch aus Sicht der kommunalen Verantwortung ist die Investition ein wichtiges Signal. Die Investition wurde durch den Sonderfond Förderung von Investitionen in medizinisch-technische Geräte einschließlich baulicher Anpassungen in Krankenhäusern des Landes Sachsen-Anhalt finanziert

„Die Investition des Landes Sachsen-Anhalt ist ein klares Bekenntnis zu Qualität, Innovation und Zukunftsfähigkeit unserer Klinik und der Region“, sagt Michael Lange, Geschäftsführer der Helios Bördeklinik. „Sie stärkt nicht nur die Patientenversorgung, sondern auch unsere Attraktivität als moderner Arbeitgeber im Gesundheitswesen.“

Die offizielle Eröffnung des neuen Herzkatheterlabores fand Ende Februar im Beisein von Vertretern aus Politik, Verwaltung und Klinikleitung statt.

Bildunterschrift: Team in der Helios Bördeklinik


Text: Helios Kliniken im Cluster Magdeburg
Symbolfoto: Helios Kliniken GmbH