veröffentlicht am Sonntag, 23. März 2025
Magdeburg. LAMSA e.V. setzt ein starkes Zeichen gegen rassistische Übergriffe in Sachsen-Anhalt. 2.500 gespendete Taschenalarme werden an gefährdete Gruppen verteilt. Ziel dieser Aktion ist es, Menschen in möglichen Gefahrensituationen ein effektives Mittel zur Deeskalation und Selbstverteidigung an die Hand zu geben.
„Rassistische Übergriffe können jederzeit und überall stattfinden. Mit den Taschenalarmen möchten wir nicht nur eine Schutzmaßnahme bieten, sondern auch das Bewusstsein für die Bedeutung von Zivilcourage schärfen“, erklärt Mamad Mohamad, Geschäftsführer von LAMSA e.V. „Ein Alarmton kann in gefährlichen Situationen helfen, Aufmerksamkeit zu erzeugen und Täter abzuschrecken. So leisten wir einen aktiven Beitrag zur Förderung von Solidarität und gegenseitigem Schutz.“
„In Deutschland ist kein Platz für Rassismus, Diskriminierung und Hetze. Unser Land benötigt eine starke und wehrhafte Zivilgesellschaft, denn ohne sie ist der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet und freiheitliche Demokratie kann nicht gedeihen. Aus diesem Grund unterstützen Förderer des Netzwerks Stiftungen und Bildung ausdrücklich die Aktivitäten von LAMSA e.V. in Sachsen-Anhalt und den angrenzenden Bundesländern.“, so Sabine Süß, Leitung der Koordinierungsstelle Netzwerk Stiftungen und Bildung.
Die Aktion soll auch dazu anregen, sich aktiv für ein respektvolles Miteinander einzusetzen und im Fall von Übergriffen Zivilcourage zu zeigen. Es geht darum, als Gemeinschaft zusammenzustehen, um Diskriminierung und Gewalt entgegenzutreten.
Die Taschenalarme werden an migrantische Organisationen und Initiativen sowie an Anlaufstellen von Opfern rassistischer Gewalt in Sachsen-Anhalt verteilt.
Über das LAMSA: Das Landesnetzwerk (LAMSA) vertritt die politischen, wirtschaftlichen und sozialen, sowie kulturellen Interessen der Menschen mit Migrationsgeschichte auf Landesebene. Es versteht sich als deren Fürsprecher und steht gegenüber der Landesregierung, allen migrationspolitisch relevanten Verbänden, Institutionen und weiteren Migrantenorganisationen in anderen Bundesländern als Ansprechpartner zur Verfügung. Derzeit sind 110 Organisationen und Einzelpersonen unterschiedlicher Herkunft, kultureller Prägung sowie religiöser Zugehörigkeit im LAMSA vertreten.
Text: Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V.
Foto: Alisa Sonntag