veröffentlicht am Sonntag, 12. Januar 2025
Magdeburg. In Deutschland leben rund elf Millionen Menschen über 18 Jahre, die bei der nächsten Bundestagswahl am 23. Februar 2025 keinen Wahlzettel erhalten, weil sie keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Damit hat Deutschland ein Repräsentationsproblem, meint das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) und startet am kommenden Montag die neue Kampagne „Elf Euro für elf Millionen Menschen”.
„Das sind inzwischen 15 Prozent der Wahlberechtigten, die nicht wählen dürfen. Jede Stimme, die 2025 ungehört bleibt – jede Stimme, die unsere Vielfalt hätte repräsentieren können – wollen wir sichtbar machen“, erklärt Mamad Mohamad, Geschäftsführer des LAMSA, den Beweggrund für die Kampagne. Mit den im Rahmen der Kampagne gesammelten Spenden will LAMSA Maßnahmen für Demokratie und Teilhabe finanzieren.
LAMSA steht für eine Gesellschaft, in der Demokratie für alle möglich ist, und möchte ein Beispiel für ein Zusammenleben in Vielfalt sowie für ein respektvolles Miteinander sein. Mit der Kampagne richtet sich der Dachverband der Migrantenorganisationen an demokratische Akteur*innen und Unterstützer, die gemeinsam für eine offene, rassismuskritische und diskriminierungsfreie Gesellschaft eintreten.
Über das LAMSA:
Das Landesnetzwerk (LAMSA) vertritt die politischen, wirtschaftlichen und sozialen, sowie kulturellen Interessen der Menschen mit Migrationsgeschichte auf Landesebene. Es versteht sich als deren Fürsprecher und steht gegenüber der Landesregierung, allen migrationspolitisch relevanten Verbänden, Institutionen und weiteren Migrantenorganisationen in anderen Bundesländern als Ansprechpartner zur Verfügung. Derzeit sind 110 Organisationen und Einzelpersonen unterschiedlicher Herkunft, kultureller Prägung sowie religiöser Zugehörigkeit im LAMSA vertreten.
Bildunterschrift: Mamad Mohamad, Geschäftsführer des LAMSA e.V.
Text: Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V.
Foto: Alisa Sonntag