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  LICE SOLO 52 Kopie

Freizeit-News: Abwechslung pur beim 2. Volksbad-Festival am 17. Juni im Volksbad Buckau


Veröffentlicht am 17. Juni 2023

Wann: 17. Juni     
Wo: Volksbad Buckau 

Am 17. Juni gehört die Bühne & das Podium im Volksbad Buckau den FLINTA*-Personen – und das LineUp hat es in sich: drei Konzerte – freekind. (RnB, HipHop, Soul | Österreich, Kroatien, Slowenien), Älice (Reggaeton & Rap | Hamburg, Karibik, Polen) und LIN (Elektropop | Berlin), zwei DJ-Sets – DJ VanDuschka und Elisabeth Franz, ein Podium zum Thema „Sichtbarkeit von FLINTA* in der Musikwelt“ und vier Workshops-BodyPositivity (Sophie Lenglacher), Kickboxen, Makramee (Kathleen Goldacker) und Siebdruck (Lina Rieck). Gerahmt wird das Festival durch die Fotoausstellung FEMMAGE von Ada Greifenhahn, welche über 24 FLINTA*-Personen in der Musikbranche porträtiert hat.

Das 2. Volksbad-Festival präsentiert drei hochkarätig besetzte Konzerte: den Anfang macht um 17 Uhr LIN mit Elektopop aus Berlin – eine Soloband aus 5 in 1: Drums, Synthesizer, Gitarre, Bass und Vocals. Die Berliner Solokünstler*in LIN hat sich aus Fußschaltern, Kabeln, Loop-Station und ihren Instrumenten ein Cockpit für ihre energetischen, tanzbaren und politischen Elektro- und Popsongs gebaut.

Um 20 Uhr wartet Älice mit good vibes Reggaton und smoothen Hamburg-Rap-Einschlag auf. Unerschrocken und mühelos mischt Älice dabei die Genres und führt uns mit ihrer unverkennbaren Stimme und ihrem einzigartigen Textgefühl fast unbemerkt durch die tiefen Themen des Lebens. Zusammen mit DJ Thatfuckingsara haut Älice live alle um, vom Deichbrand über das Further Festival und nun auch das Publikum beim Volksbad Festival.
„Sei frei. Sei gütig.“ Mit dieser Philosophie empfängt das in Österreich ansässige RnB-Duo freekind. um 21 Uhr das Festival-Publikum. Die kroatische Pianistin und Sängerin Sara Ester Gredelj und die slowenischen Schlagzeugerin Nina Korošak-Ser?i? vermitteln mit ihren RnB- und Jazz-Sounds eine starke Botschaft von Liebe und Hoffnung. Wer hier nicht mitvibed, ist selbst schuld.

Damit die gelockerten Glieder nicht gleich wieder einrosten, darf bis spät in die Nacht zu den DJ-Sets von DJ Elisabeth Franz und VanDuschka formerly known as Funky Fränz (DJ-Kürbis-Gewinnerin 2022) getanzt werden.

Auf dem Podium diskutieren ab 18.30 Uhr Nadia Schmidt (IG Musikveranstaltende Halle, DoSe Jamsession, Musikerin), Angela Peltner (Musikerin, Schreiben über Musik, Schreiben von Musik, Ü40 in der Popmusik) und weitere FLINTA*-Gäst*innen zur „Sichtbarkeit von flinta*-Personen in der Musikwelt“. Moderiert wird der Talk von Dorothea Lübbe (Künstlerische Vermittlung & Leitung des Bürger*innenensembles am Theater Magdeburg). 

Bevor es auf der Bühne richtig los geht, dürfen die Festival-Teilnehmenden selbst aktiv werden in den angebotenen Workshops. Hier dürfen sich sie sich ab 13 Uhr entweder beim Kickboxen die Boxhandschuhe überstreifen und bei Basistechniken aus dem Muay Thai ein wenig ins Schwitzen kommen und über Emotionen sprechen. Oder aber sie entscheiden sich, sich kreativ und künstlerisch mit dem eigenen Körper auseinanderzusetzen und schaffen – unter Anleitung von Elisabeth Lenglacher – gemeinsam ein Textilkunstwerk zum Thema BodyPositivity. 

Ab 15 Uhr können Interessierte sich im Makramee oder im Siebdruck ausprobieren und die geschaffenen Werke mit nach Hause nehmen.

 „Du spielst aber gut für eine Frau!“ ist nur einer der Kommentare, denen nicht-männliche Musiker*innen leider täglich gegenüberstehen müssen. – Nicht nur aus diesem Grund wird das 2. Volksbad Festival von der Ausstellung „FEMMAGE“ der Jazz-Musikerin Ada Greifenhahn „FEMMAGE“ gerahmt, in der sie verschiedene flinta*-Personen porträtiert und ihnen die Stimme gibt, welche sonst an zweiter Stelle gehört wird. Ada Greifenhahn setzt so mit ihrer Ausstellung ein Zeichen für Gleichstellung, für Wertschätzung und gegen Ausgrenzung aufgrund des Geschlechts.

Für das 2. Volksbad-Festival gilt selbstverständlich: All genders welcome!

Das Festival findet auf dem gesamten Volksbad Buckau-Gelände statt. Das Gelände ist barrierefrei zugänglich.

Das Festival wird gemeinschaftlich vom Female HipHopTresen in Zusammenarbeit mit dem Volksbad Buckau c/o Fraueninitiative Courage organisiert und wird gefördert durch LOTTO Sachsen-Anhalt und die Ottostadt Magdeburg.

Eintritt Festival: 6,00 – 12,00 Euro nach Selbsteinschätzung. 

Workshops um 13 Uhr: jeweils 5,00 Euro. 

Die Workshopgebühr kann beim Kauf des Festivaltickets angerechnet werden.

\\\////// MUSIK: KONZERTE & DJ \\\\\\///

17 Uhr | L I N (Elektropop / Berlin)
5 in 1. Drums, Synthesizer, Gitarre, Bass und Vocals. LIN ist mehr als eine Solokünstler*in, LIN ist eine Soloband. Aus Fußschaltern, Kabeln, Loop-Station und ihren Instrumenten hat die Berlinerin ein Cockpit für Konzerte gebaut, mit dem sie einen beeindruckenden Sound kreiert. Genretechnisch irgendwo zwischen Elektro- und Popsphäre, vielschichtig, detailreich und intensiv. Die englischsprachigen Songs sind nicht nur tanzbar, sondern auch ausdrücklich politisch. In ihren Texten inszeniert die queere Künstler*in eine Welt, in der gesellschaftlich gemachte Normen aufgebrochen und neu gesetzt werden. „We need new norms“ fordert LIN. Bei ihren Liveshows reißt sie das Publikum förmlich mit, wie der Impuls einer Kugelwelle, bei der sich die Energie in immer größeren Kreisen ausbreitet.

20 Uhr | ÄLICE (Reggaeton & Rap | Hamburg, Karibik, Polen)
Hamburg, Karibik, Polen. Wer denkt das passt nicht zusammen, hat Älice wohl noch nicht gesehen.

Seit 2021 ist die Ausnahme-Künstlerin solo unterwegs (vorher Frontfrau von Chefboss), und hat mit ihrem Solo-Debütalbum ZEBRA gezeigt, dass Seele, Herz und Tiefe durchaus und absolut vereinbar sind mit smoothness und good vibes. Älice, die ihre Musik selbst komponiert, produziert und schreibt, führt in weiteren EPs und Singles ihr einzigartiges Musikerleben fort; unerschrocken und mühelos mischt sie Genres und führt uns mit ihrer unverkennbaren Stimme und ihrem einzigartigem Textgefühl fast unbemerkt durch die tiefen Themen des Lebens. Das Publikum ist begeistert. Zusammen mit DJ Thatfuckingsara haut Älice live alle um, vom Deichbrand über das Further Festival bis zu Sound in the Garden der Berliner Nationalgalerie!

Auch über deutsche Grenzen weiß man Älice als Künstlerin zu schätzen, so hat sie u.a. mit der spanischen All-Female-Band Ketekalles oder dem portugiesischen Rapper Valas zusammengearbeitet.

21 Uhr | freekind. (RnB, HipHop, Soul | Österreich, Kroatien, Slowenien)

Sei frei. Sei gütig. Das ist die Philosophie des in Österreich ansässigen Duos freekind. Die gefühlvolle Gruppe besteht aus der kroatischen Pianistin und Sängerin Sara Ester Gredelj und der slowenischen Schlagzeugerin Nina Korošak-Ser?i?. Ihre Songs vermitteln eine starke Botschaft von Liebe und Hoffnung, die durch R&B- und Jazz-Grooves ergänzt wird. Die Musik ist beeinflusst von Künstlern wie: PJ Morton, Common, und YEBBA. Ihre erste selbstproduzierte EP „not good enough“ wurde im Juni 2021 digital veröffentlicht. Inspiriert von der positiven Resonanz auf die Veröffentlichung, arbeiten sie derzeit an ihrem ersten Album in voller Länge und erhalten großartige Kritiken für ihre Live-Auftritte.

\\\////// DJ-SETs \\\\\\///

22.30 Uhr | Elisabeth Franz: 

Die österreichische DJ legt in ihrer Wahlheimat Magdeburg hauptsächlich queeren/FLINTA* Hip Hop und alles drumherum auf, was Spaß macht. In diesem Sinne: Lasst uns tanzen! 


24 Uhr | DJ VanDuschka, formerly known as DJ Funky Fränz, 2022 zum Magdeburger DJ Kürbis gekürt, liebt Funk, Soul und jazzy Disco Tunes, doch wenn es Mitternacht schlägt, wird der Bass lauter, die Drums treibender und es wird nicht gestoppt, bevor die tanzende Meute im Schweiß schwimmt. In bad-ass genreübergreifenden Sets steht VanDuschka für mehr Spaß und weniger Perfektion, für sweete Funkyness und weniger Dudeness, beim Feiern ein.


\\\////// PODIUM „Sichtbarkeit von flinta*-Personen in der Musikwelt“ \\\\\\///

18.30 Uhr
Moderation: Dorothea Lübbe (Künstlerische Vermittlung & Leitung des Bürger*innenensembles am Theater Magdeburg). 

Gäst*innen auf dem Podium: 

Nadia Schmidt (IG Musikveranstaltende Halle, DoSe Jamsession, Musikerin)

Nadia Schmidt ist als Sängerin und Saxophonistin in verschiedensten Konstellationen unterwegs – von klassisch bis modern (mit vorzugsweise fließenden Übergängen), von Chor bis Live-Drum and Bass. Seit knapp zwei Jahren koordinier sie hauptamtlich die IG Musikveranstaltende Halle, ein Netzwerk aus Clubs, Konzertspielstätten, Musikvereinen und DJ-Kollektiven. Dabei agiert sie als Schnittstelle zwischen freier Musikkulturszene und Verwaltung/Politik und organisiert die Vernetzung und Gemeinschaftsprojekte der Mitglieder sowie alles drum herum. Ehrenamtlich ist sie Mitbegründerin der inzwischen 5-jährigen DoSe Jamsession in Halle, bei der jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat Musiker*innen und Interessierte zusammenfinden. 

Angela Peltner (Musikerin, Schreiben über Musik, Schreiben von Musik, Ü40 in der Popmusik)

„Musik darf keine Schranken im Kopf erzeugen. Man ist eigentlich schon mit 25 Jahren zu alt, um Pop zu machen.“ Mit 25 Jahren wurde Angela von ihrem damaligen Management gesagt, dass sie ab jetzt jedes Jahr 26 werden soll. Mit der Stimme war es ähnlich. „Bist du zu laut, zu wild“ – wird das nichts mit der Karriere. Und überall nur Männer. Immer nur die einzige Frau gewesen zu sein, macht was mit einem. Dass die Musik einen, aufgrund des Geschlechts so madig gemacht werden kann, hat Angela früh erfahren. Aber in ihrer Tätigkeit als Musikerin, Jurorin bei Local Heroes und Marketing/Autorin bei recordjet sieht sie jeden Tag, dass es langsam besser wird, in der Diversität der Herkunft, Religion und des Geschlechts.

L I N (Musiker*in, Elektropop / Berlin)

5 in 1. Drums, Synthesizer, Gitarre, Bass und Vocals. LIN ist mehr als eine Solokünstler*in, LIN ist eine Soloband. Aus Fußschaltern, Kabeln, Loop-Station und ihren Instrumenten hat die Berlinerin ein Cockpit für Konzerte gebaut, mit dem sie einen beeindruckenden Sound kreiert. Genretechnisch irgendwo zwischen Elektro- und Popsphäre, vielschichtig, detailreich und intensiv. Die englischsprachigen Songs sind nicht nur tanzbar, sondern auch ausdrücklich politisch. In ihren Texten inszeniert die queere Künstler*in eine Welt, in der gesellschaftlich gemachte Normen aufgebrochen und neu gesetzt werden. „We need new norms“ fordert LIN. Bei ihren Liveshows reißt sie das Publikum förmlich mit, wie der Impuls einer Kugelwelle, bei der sich die Energie in immer größeren Kreisen ausbreitet.


\\\////// WORKSHOPS \\\\\\///

13 Uhr | Workshop "BodyPositivity" (bitte separat anmelden)

„Du hast aber schöne Knie“, „Ich mag deine Augenbrauen“, „Dein Bauchnabel ist echt cool“ sind Sätze, die wir viel öfter zueinander sagen sollten. Deswegen fangen wir jetzt damit an! Lasst uns gemeinsam feststellen, dass alle Körper schön sind, dass wir alle besonders sind und wie genau diese Unterschiede uns so wunderbar machen. Der Workshop bietet die Möglichkeit, im spielerischen Umgang mit Körperrealitäten unsere physische Präsenz zu untersuchen, zu entdecken und positiv aufzuladen.

Die Ergebnisse & Erkenntnisse werden gemeinsam in einem Textilkunstwerk umgesetzt, welches im Anschluss im Volksbad Buckau präsentiert wird.

Durchgeführt wird der Workshop von der freischaffenden Bühnen- und Kostümbildnerin, Illustratorin und Kunstfilmemacherin Sophie Lenglacher. Neben ihrer Arbeit als Ausstatterin, u. a. für das Wiener Burgtheater, Schauspielhaus Graz, Schauspielhaus Magdeburg, Musiktheater Magdeburg, Theater Heilbronn, ist sie auch Mitorganisatorin des Queer feministischen Freiräume-Festivals oder arbeitete bei verschiedenen Kunst- und Kulturfestivals mit.

13 Uhr | Workshop Kickboxen (bitte separat anmelden)

FLINTA* Personen sind im Kampfsport unterrepräsentiert. Wo mögliche Hürden liegen könnten und wieso diese keine Hürden sein müssen, wird in diesem 3-stündigen Workshop besprochen und ausprobiert. Es werden Basistechniken aus dem Muay Thai vermittelt. Dabei kommen die Teilnehmenden ins Schwitzen und über Emotionen wird auch gesprochen. 

Bitte Trainingsklamotten mitbringen und eine Wasserflasche.


15 Uhr | Makramee für Anfänger*innen 

Ziel dieses Workshops für absolute Anfänger*innen ist es, die Technik Makramee zu lernen, die gerade voll im Trend liegt. 

Die Makramee Technik eignet sich für verschiedene Dekorationen und Accessoires. Bereits mit wenigen Grundknoten können eine Vielzahl von unterschiedlichen Mustern frei kreiert werden. 

Während des Workshops werden die grundlegenden Knoten kennengelernt und die ersten vorgegebenen Makramee-Projekte realisiert. 

Der Workshop richtet sich an alle, die sich für Makramee interessieren und lernen möchten, schöne Einzelstücke von Hand herzustellen. Für diesen Workshop sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Das Material wird gestellt. 

Durchgeführt wird der Workshop von Kathleen Goldacker. Sie ist Jugendbildungsreferentin bei Aktion Musik e. V. im „Gröninger Bad“ in Magdeburg.


15 Uhr | Siebdruck

Das Geräusch von einem Rakel, der über das Sieb gezogen wird, der Duft frisch gemischter Farbe und die Aufregung, wenn man zum ersten Mal den fertigen Druck sieht – das macht Lina Rieck glücklich. Dich auch?

Beim Workshop auf dem 2. Volksbad-Festival können sich Interessierte beim Siebdruck ausprobieren & sich kreativ austoben – mit verschiedenen Motiven und Farben. Nur das Postkarten-Format setzt hier die Grenzen. Die von bedruckten Postkarten dürfen selbstverständlich mit nach Hause genommen werden!

Lieber Textilien bedrucken – dann einfach mitbringen. 

lina. [she | her] Wenn sie sich nicht gerade den Kopf über die Grafik für Veranstaltungen und soziale Projekte zerbricht, findet man sie wahrscheinlich mit einem Rakel in der Hand.

Lina Rieck ist selbstständige Designerin und Siebdruckerin. Sie mag Gestaltung mit Hintergedanken (und zwar nicht the dirty ones, sondern die verantwortungsvollen, nachhaltigen, ethischen, das eigene Wunsch-Weltbild unterstützenden). In ihrem Kreativraum studio halbhoch, den sie gemeinsam mit zwei Freunden nutzt, gibt es neben Arbeitsplätzen auch eine eigene Siebdruckwerkstatt.

\\\////// AUSSTELLUNG \\\\\\///

„Du spielst aber gut für eine Frau!“ ist nur einer der Kommentare, denen nicht-männliche Musiker*innen leider täglich gegenüberstehen müssen. Die Ausstellung „FEMMAGE“ von der Dresdnerin Ada Greifenhahn (22) porträtiert verschiedene FLINTA*-Personen der deutschen Musikszene und gibt ihnen die Stimme, welche sonst an zweiter Stelle gehört wird. Zusammen setzen sie ein Zeichen für Gleichstellung, für Wertschätzung und gegen Ausgrenzung aufgrund des Geschlechts.

Die Ausstellung ist auch als Buch erhältlich und es gibt eine gleichnamige CD, die das Thema in 11 Eigenkompositionen musikalisch aufgreift.

Text / Foto: Volksbad Buckau