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SAN Wirtschaft

Umsätze im Bauhauptgewerbe gaben 8,0 % im III. Quartal 2020 nach

Sonntag, den 22. November 2020

Auch im III. Quartal 2020 kann der Hoch- und Tiefbau in Sachsen-Anhalt nicht an die Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lagen die baugewerblichen Umsätze mit 709,5 Mill. EUR 8,0 % unter dem Vorjahreswert. Für das aktuelle Wirtschaftsjahr ergab sich kumuliert vom I. bis zum III. Quartal ein Rückgang der Umsätze um 3,5 % auf 1 821,0 Mill. EUR.

Obwohl in den letzten Jahren das IV. Quartal das umsatzstärkste war, weist 2020 die Entwicklung der Auftragseingänge auf eine nachhaltige Abkühlung der Baukonjunktur hin. Von Juli bis September 2020 gingen 15,7 % weniger neue Aufträge ein als vor einem Jahr. Die Rückgänge in beiden Vorquartalen lagen vergleichbar hoch. Das Minus im Wohnungsbau (-30,5 %) übertraf dabei den Rückgang im industriellen und gewerblichen Bauhauptgewerbe 
(-22,3 %), wohingegen der öffentliche Bau und Straßenbau stabilisierend wirkt (+0,6 %).

Die Arbeitsstunden und die Zahl der tätigen Personen blieben nahezu unverändert, die Bruttoentgeltsumme erhöhte sich sogar um 1,9 %. Dies bedeutet angesichts sinkender Umsätzen auch, dass sich die Ertragssituation im Baugewerbe tendenziell rückläufig entwickelt.

Bei den befragten Betrieben handelt es sich um Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen.