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PM 2018 083

Zahl der stationären Krankenhausbehandlungen mit Diagnose Parkinson in Sachsen-Anhalt weiter gestiegen

11. April 2018

Bild: Stationäre Krankenhausbehandlungen von Patientinnen und Patienten aus Sachsen-Anhalt
mit Parkinson von 2000 bis 2016

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt zum Welt-Parkinsontag am 11. April mitteilt, wurden im Jahr 2016 insgesamt 1 965 Einwohner des Landes aufgrund einer Parkinsonerkrankung stationär in Krankenhäusern behandelt. Das waren insgesamt 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr, aber mehr als doppelt so viele als noch im Jahr 2000. Männer waren mit 56,3 Prozent der Fälle geringfügig häufiger betroffen. Die Parkinson-Krankheit kommt fast ausschließlich im höheren Lebensalter vor. So waren im Jahr 2016 insgesamt 84,0 Prozent der Patientinnen und Patienten 65 Jahre oder älter.

Die Verweildauer eines Parkinsonpatienten im Krankenhaus betrug 2016 durchschnittlich 13,7 Tage und war damit einen halben Tag kürzer als im Jahr zuvor. Im Jahr 2000 lag die durchschnittliche Verweildauer noch bei 20,4 Tagen.

Mit 88 Patientinnen und Patienten je 100 000 Einwohner des Landes wurden Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter in Deutschland am häufigsten aufgrund von Parkinson in einer Klinik behandelt. Mit 40 Klinikaufnahmen je 100 000 Einwohner hatte Baden-Württemberg die wenigsten Parkinsonpatientinnen und -patienten.

Die Parkinson-Krankheit ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung und wurde vom Londoner Arzt und Apotheker Dr. James Parkinson 1817 als Schüttellähmung in einem Buch beschrieben. Erst später wurde die Krankheit nach ihm benannt.

Die Parkinson-Krankheit wird durch den Mangel des Botenstoffs Dopamin im Gehirn ausgelöst, da dopaminproduzierende Nervenzellen vermehrt absterben. Die Ursachen hierfür sind weitestgehend unbekannt. Die Leitsymptome der Krankheit sind Muskelstarre, verlangsamte Bewegungen, Muskelzittern und Haltungsinstabilität.