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Einschleppen der Schweinepest nach Deutschland verhindern

21.02.2018

Die Bundesregierung hat die Änderung der Schweinepest-Verordnung und der Verordnung über Jagdzeiten beraten. Dazu der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann (Foto):


"Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland hätte dramatische Folgen für die betroffenen Tiere und Landwirte. Da die Krankheit tödlich verläuft, ist davon auszugehen, dass viele einheimische Wildschweine und Hausschweine verenden würden. Mit der vorliegenden Verordnung reagiert die Bundesregierung richtig und angemessen. Von oberster Priorität ist aktuell, ein Einschleppen nach Deutschland zu verhindern. Deshalb wurden die beschlossenen Maßnahmen sehr genau abgewogen.

Gerade weil die Afrikanische Schweinepest für Menschen unbedenklich ist, ist der Mensch durch unachtsames Verhalten Verbreiter Nummer eins. Deshalb werden die Informations- und Aufklärungsmaßnahmen in allen Bundesländern noch einmal intensiviert. Fleisch- und Wurstabfälle müssen ordentlich entsorgt werden. Aber auch bei Schweinehaltern ist Hygiene und die nötige Sensibilität zwingend erforderlich. Ein weiteres Übertragungsrisiko der Krankheit geht von Wildschweinen aus. Daher wird die erlaubte Jagd auf Schwarzwild auf das ganze Jahr ausgeweitet. Dies minimiert das Risiko einer Ansteckung entscheidend.

Mit der Verordnung des Bundeslandwirtschaftsministeriums werden zugleich Regelungen beschlossen, damit Bund und Länder bestmöglich im Krisenfall vorbereitet sind. Insbesondere Pufferzonen und besondere Pflichten für Schweinehalter sollen eine weitere Ausbreitung verhindern und das Tierleiden so niedrig wie möglich halten. Die Verantwortlichen können somit bei einem Ausbruch schnell und koordiniert handeln.

Ebenfalls sinnvoll sind die bereits durchgeführte mehrtägige Krisenübung im letzten Jahr sowie die für kommende Woche geplante nationale Präventionskonferenz."