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Gesundheits News: Das nervende nächtliche brennen

13. Juni 2018

Was Diabetiker tun können, wenn schmerzende Füße den Schlaf rauben

(djd). Viele Diabetiker kennen das: Sobald sie im Bett liegen, fangen die Füße oder Beine an zu kribbeln, zu brennen oder gar zu schmerzen. Diese Beschwerden können sich steigern, bis sie unerträglich werden. An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Dahinter steckt eine Folgeerkrankung des Diabetes: die Neuropathie. Das bedeutet, dass die Nerven durch den erhöhten Blutzuckerspiegel geschädigt sind. Laut der sogenannten Protect-Studie, die zum Deutschen Diabetes-Kongress 2017 vorgestellt wurde, leiden zwei Drittel der Betroffenen unter einer Neuropathie mit schmerzenden oder brennenden Füßen. Beim restlichen Drittel war die Nervenschädigung schmerzlos: die Füße kribbelten, fühlten sich taub an oder nahmen Reize wie Berührungen nicht mehr richtig wahr.

Beschwerden ursächlich lindern

Die vielfältigen Symptome erschweren die Behandlung. So können Ärzte gegen die Beschwerden starke Schmerzmittel verordnen, mit denen die Ursachen jedoch nicht bekämpft werden. Außerdem haben diese Medikamente häufig Nebenwirkungen. Deshalb muss der Arzt Nutzen und mögliche Risiken gegeneinander abwägen. Umso wichtiger ist es, so früh wie möglich ursächlich gegen die Nervenschädigung vorzugehen und dadurch die Schmerzen zu lindern. In erster Linie gilt es, den Blutzucker gut einzustellen und den eigenen Lebensstil auf den Prüfstand zu stellen. Wer es schafft, sich mehr zu bewegen, kann auf diese Weise nicht nur den Blutzuckerspiegel senken, sondern auch die Symptome der Neuropathie lindern.

Früh handeln, um Schäden einzudämmen

In diesem Zusammenhang kann es ebenfalls hilfreich sein, einem Mangel an Vitamin B1 entgegenzusteuern. Denn ein solches Defizit fördert die Neuropathie und Schäden an den Blutgefäßen. Es tritt bei Diabetiker häufig auf, weil sie das Vitamin vermehrt über die Nieren ausscheiden. In einer Studie wurden bei Diabetikern um 75 Prozent niedrigere Vitamin B1-Spiegel im Blut nachgewiesen als bei Gesunden. Eine Vorstufe des Vitamins, das Benfotiamin, kann allerdings wesentlich besser in den Körper gelangen. Benfotiamin ist beispielsweise in milgamma protekt enthalten, das es ohne Rezept in der Apotheke gibt. Dadurch kann ein nervenschädigender Mangel effektiv ausgeglichen werden und es ist möglich, auch Symptome wie Kribbeln, Brennen und Taubheit in den Füßen zu lindern. Empfehlenswert ist, möglichst frühzeitig etwas gegen die Nervenschäden zu unternehmen. Wer sie ignoriert, riskiert, dass die Neuropathie voranschreitet und sich ein diabetisches Fußsyndrom entwickelt. Das ist in Deutschland der häufigste Grund für Amputationen.