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Sachsen-Anhalt-News: Land fördert „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommune“ mit rund 150.000 Euro

Dienstag, den 12. November 2019

Gestern Abend (11.11.) hat sich in Wittenberg die „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommune“ Sachsen-Anhalt (AGFK) konstituiert. „Gemeinsam mit den Kommunen wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Menschen in unserem Land auch im Alltag noch öfter das Auto stehen lassen und aufs Fahrrad umsteigen“, sagte Verkehrsminister Thomas Webel (Foto) in der Lutherstadt bei der 13. Fahrradkommunalkonferenz, die der AGFK-Gründung einen würdigen Rahmen bot. Das Land Sachsen-Anhalt unterstütze die Arbeitsgemeinschaft jährlich mit 150.000 Euro, erklärte Webel.

Webel zufolge haben insgesamt 36 Kommunen*) die Arbeitsgemeinschaft gegründet, um gemeinsam als Netzwerk im kommunalen Bereich, aber auch in Zusammenarbeit mit dem Land, den Radverkehr professionell und zielgerichtet zu fördern. Weitere Gemeinden und auch Landkreise hätten bereits angekündigt, dem Netzwerk in naher Zukunft beizutreten, erläuterte der Minister. „Radverkehrsförderung und Radwegebau sind eine Gemeinschaftsaufgabe des Bundes, der Länder und Kommunen“, fügte er hinzu. Mit der neugegründeten AGFK habe das Land nun einen starken Partner auf kommunaler Ebene an seiner Seite.

Gleich auf ihrer ersten Sitzung haben die Mitgliedskommunen der AGFK gestern Abend einen Vorstand gewählt. Sechs Städte hatten sich im Vorfeld um die Geschäftsführung und den Sitz der Geschäftsstelle beworben. Die Wahl fiel letztlich auf die Stadt Aken (Elbe), die mit ihrem Konzept am überzeugendsten war.

Den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft übernimmt für die nächsten drei Jahre Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör. Seine beiden Stellvertreter sind Bert Knoblauch, Oberbürgermeister von Schönebeck, sowie Patrick Strüber vom Stadtplanungsamt Magdeburg.

Hintergrund:

Das Land unterstützt die AGFK mit jährlich 150.000 Euro für die Basisaufgaben der Geschäftsstelle und die Umsetzung von Projekten zur Radverkehrsförderung.

Aufgabe der AGFK ist die systematische Förderung des Radverkehrs, um den Radverkehrsanteil zur Förderung des Umweltschutzes und der Gesundheit zu erhöhen, die Verkehrssicherheit für Radfahrende zu verbessern und den Fahrradtourismus als einen wichtigen Wirtschaftsfaktor zu stärken.

Hierzu wird die Arbeitsgemeinschaft eng mit der Landesregierung zusammenarbeiten und als zentraler Ansprechpartner der Kommunen für den Radverkehr in Sachsen-Anhalt dienen.

Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen, dass die AGFK mit der Umsetzung ihrer Ziele auch einen wichtigen Beitrag dazu leistet, dass noch mehr Menschen im Alltag auf das Fahrrad umsteigen.

*)   Aken (Elbe), Annaburg, Bitterfeld-Wolfen, Calbe (Saale), Calvörde, Colbitz, Dessau-Roßlau, Eilsleben, Erxleben, Gardelegen, Halberstadt, Halle (Saale), Harbke, Hohenmölsen, Hötensleben, Huy, Jübar, Magdeburg, Wittenberg, Mücheln, Muldestausee, Osterburg, Osterwieck, Sandersdorf-Brehna, Schönebeck (Elbe), Sommersdorf, Stendal,Teuchern, Thale, Ummendorf, Völpke, Wanzleben-Börde, Wefensleben, Wettin-Löbejün, Wolmirstedt, Zörbig