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Magdeburg / ST: 116 Millionen Euro für Digitalisierung in Krankenhäusern

Freitag, den 21. Mai 2021

Magdeburg. Sachsen-Anhalts Kliniken können mehr als 100 Millionen Euro zusätzlich vor allem in Digitalisierung und Cybersicherheit investieren. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (Foto): „Das ist ein riesiger Schub für die digitale Zukunft der Kliniklandschaft, und es stärkt zugleich die Patientensicherheit.“ Vorwiegend, um die digitale Infrastruktur der Krankenhäuser zu verbessern, hat der Bund den Krankenhauszukunftsfonds aufgelegt. Drei Milliarden Euro werden bundesweit bereitgestellt, 81,23 Millionen davon für Projekte in Sachsen-Anhalt. Die Mittel des Bundes stockt das Land um 30 Prozent auf. Knapp 35 Millionen Euro fließen damit aus dem Landesetat, so dass für Sachsen-Anhalt insgesamt 116 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Krankenhausträger, die im Krankenhausplan des Landes aufgenommen sind, und Hochschulkliniken können über die Investitionsbank des Landes Sachsen-Anhalt eine Förderung beantragen. Bis zum 11. Juni muss dazu ein Orientierungsantrag bei der Investitionsbank eingereicht werden, die Bedarfsanmeldungen dann bis Ende Juli. Diese werden gebündelt und vom Ministerium an das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) weitergeleitet, das die Mittel zur Verfügung stellt. Nach Vorbereitungen in den vergangenen Monaten beginne jetzt die heiße Phase, sagte Grimm-Benne.

Das im Herbst 2020 in Kraft getretene Krankenhauszukunftsgesetz zielt darauf ab, Digitalisierung und Cybersicherheit im Krankenhausbereich deutlich voranzutreiben. Von den elf Fördertatbestände befassen sich neun mit Aspekten der Digitalisierung, daneben geht es um die Modernisierung von Notaufnahmen und das Herrichten von Räumlichkeiten in Erwartung einer Pandemie. Finanziert werden können Informationstechnik in Notaufnahmen, die Einrichtung von Patientenportalen oder die durchgehende Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen. Auch digitales Medikationsmanagement kann z.B. gefördert werden. „Die Projektkosten der Krankenhäuser werden von Bund und Land komplett übernommen. Das Geld wird als Zuschuss bereitgestellt, der nicht zurückgezahlt werden muss“, so Grimm-Benne.

Ziel ist es, die Digitalisierung in den Krankenhäusern und Hochschulkliniken weiter voranzutreiben, die Informations- und Cybersicherheit auszubauen, die medizinische Versorgung sowie die Souveränität und Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten zu verbessern und die Versorgungsqualität langfristig zu sichern.