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Magdeburg-News: Mitteldeutsche Medienförderung ist wichtiger Partner für die Region


veröffentlicht am Montag, 30. Juni 2025

Magdeburg. Erfreulich ist der Blick auf die veröffentlichte Förderbilanz 2024 der Mitteldeutschen Medienförderung GmbH (MDM). Im Jahr 2024 unterstützte die mitteldeutsche Regionalförderung mit über 19,4 Millionen Euro insgesamt 174 Film- und Medienprojekte in der Entwicklung, Produktion und Auswertung. Den Fördergeldern standen Ausgaben der Produzenten von mehr als 36 Millionen Euro in den drei Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gegenüber.

Der größte Förderanteil liegt im Bereich Produktion. Der Vergabeausschuss der MDM stellte über 13,8 Millionen Euro für die Produktion von 51 Kino- und Fernsehfilmen (inkl. Nachwuchsprojekten) zur Verfügung. Unter den 51 Projekten sind aus Sachsen-Anhalt zum Beispiel „Die Glasaugen des Herrn Uri“ der in Halle ansässigen 42film GmbH, die 2024 ihr 20-jähriges Jubiläum beging. Ebenfalls zu nennen sind Nachwuchsproduktionen wie der Dokumentarfilm „Fassaden“ von hug films GbR aus Halle (Saale), das im Rahmen des „Fifty-fifty“-Programms von MDM und ZDF entstehende Sozialdrama „Fleisch“ der StoryBay UG aus Salzwedel oder die auch von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt unterstützte Gesellschaftskomödie „Sehnsucht in Sangerhausen“ der Blue Monticola Film GmbH aus Magdeburg.

Im Bereich Projektentwicklung gab es ebenfalls Bewilligungen. Beispielsweise erhielt die Animationsserie „Die Weltenwächter – Wormworld Saga Origins“ von der NFP media rights GmbH & Co. KG aus Halle (Saale) finanzielle Unterstützung. Für den Nachwuchs tauchen Projekte wie „Staying Alive“ der Sunday Filmproduktions GmbH oder „Streams“ der 42film GmbH, beide Unternehmen aus Halle (Saale), auf. Im Bereich Stoffentwicklung können beispielhaft das Drama „Monkey“ der Pallas Film GmbH aus Halle (Saale) und für den Nachwuchs „Kein Pony ohne Stall“ der MONARDA Arts GmbH, ebenso aus Halle, hervorgehoben werden.

Der für Medien zuständige Staatsminister und Minister für Kultur, Rainer Robra, erklärt: „Die MDM ist als mitteldeutsche Regionalförderung ein starker Partner für unsere Produzenten und Dienstleister. Das ist am Fördergeschäft 2024 erneut abzulesen. Gelungen ist auch der Start des Förderprogramms FOKUS für den mitteldeutschen Filmnachwuchs, das die MDM 2024 gemeinsam mit dem MDR ins Leben gerufen hat. Mein Dank gilt dem Engagement der MDM unter dem Geschäftsführer André Naumann. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie gezielte Förderung Kreativität, wirtschaftliche Effekte und regionale Identität miteinander verbinden kann.“ Anfang 2025 wurden die ersten vier Projekte für FOKUS ausgewählt, darunter auch ein Projekt aus Sachsen-Anhalt: der Kurzspielfilm „Karo Dame, Herz König“ von Susann Frömmer, produziert von der Blue Monticola Film GmbH aus Magdeburg. 2022 hatte Susann Frömmer mit dem Projekt den Pitching-Preis beim MDM-Nachwuchstag KONTAKT gewonnen.

Für MDM-geförderte Projekte fanden 2024 insgesamt 413 (2023: 371, 2022: 442) Drehtage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen statt. Produktionsfirmen realisierten ihre Projekte auch an unverwechselbaren Drehorten in Sachsen-Anhalt. Zu den Höhepunkten zählten „Die Schule der magischen Tiere 4“ unter der Regie von Bernhard Jasper und Maggie Peren mit Dreharbeiten im markanten Schloss Wernigerode. Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt unterstützte die Produktionsfirma bei der Herstellung des Films. Ebenfalls im Harz wurde „Woodwalkers 2“ von Sven Unterwaldt nach der Bestseller-Reihe von Katja Brandis fortgeführt. Zum Cast gehören Martina Gedeck, Oliver Masucci u. v. m. Das Team der Thriller-Serie „Oderbruch“ (Regie: Adolfo J. Kolmerer) kam für die zweite Staffel u. a. nach Halle (Saale).

Mit Blick auf die vom Land Sachsen-Anhalt bereitgestellten Mittel sieht Robra zukünftig „einen noch stärkeren Bedarf, werthaltige Effekte im Land zu realisieren“. Daneben sei es wichtig, auch über Kino- und Fernsehfilme sowie neue Medien die kulturelle Reichhaltigkeit Sachsen-Anhalts zu zeigen. Ein gutes Beispiel für Mitteldeutschland sei dafür der TV-Film „Bach – Ein Weihnachtswunder“ unter der Regie von Florian Baxmeyer. Er entstand mit David Striesow und Verena Altenberger u. a. in Merseburg und wurde im Vorweihnachtsprogramm der ARD ausgestrahlt.

Im Jahr 2024 konnten MDM-geförderte Produktionen bei Festivals sowie Preisverleihungen überzeugen. Beim Deutschen Filmpreis holten der Mystery-Thriller „Die Theorie von Allem“ von Timm Kröger (Beste Kamera/Bildgestaltung, Bestes Szenenbild, Beste visuelle Effekte) und „Sieger sein“ von Soleen Yusef (Bester Kinderfilm) insgesamt vier Lolas. Die Dreharbeiten für den Film „Sieger sein“ fanden u. a. in Halle (Saale) statt. Die Tonpostproduktion übernahm Metrix Media aus Halle (Saale). Der an den Kinokassen erfolgreichste deutsche Film des Jahres entstand mit MDM-Förderung: „Die Schule der magischen Tiere 3“ lockte über drei Millionen Menschen in die Kinos. Zu dem auf der beliebten Kinderbuchreihe von Margit Auer basierenden Film gab es Dreharbeiten im Land.

Mit ihrer 2021 gestarteten Gründerinitiative MEDIAstart entwickelt die MDM den Medienstandort ebenfalls nachhaltig weiter. Die Blue Monticola Film GmbH (Magdeburg), die POM POM Animation GmbH (Halle/Saale, Thale) und die Who is BobB GmbH (Halle/Saale) sind Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt im Jahr 2024.

In der Rubrik „Sonstige Maßnahmen“ im Sinne einer Standortförderung wurden rund 1,7 Millionen Euro für 26 Projekte aufgewandt – darunter auch für etablierte Formate am Medienstandort Sachsen-Anhalt, wie die Professional Media Master Class der Worklights Media Production GmbH, das Werkleitz Festival 2024 der Werkleitz Gesellschaft e. V. in Halle (Saale), Weiterbildungen der International Academy of Media and Arts e. V., das 7. Wissenschafts- und Medienfestival „SILBERSALZ“, die 10. Filmkunsttage Sachsen-Anhalt sowie die 17. Filmmusiktage Sachsen-Anhalt jeweils in Halle (Saale).


Hintergrund: Die MDM unterstützt wirtschaftlich Erfolg versprechende Film- und Medienproduktionen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Antragstellung ist der Nachweis kultureller und wirtschaftlicher Effekte in den drei Ländern. Neben Sachsen-Anhalt sind Sachsen und Thüringen sowie der MDR und das ZDF Gesellschafter der MDM. Die der MDM von ihren Gesellschaftern bereitgestellten Mittel lagen 2024 insgesamt bei etwa 19,3 Millionen Euro, Sachsen-Anhalt stellte davon knapp 3,9 Millionen Euro für die Medienförderung in Mitteldeutschland zur Verfügung.

Weitere Informationen unter:
https://www.mdm-online.de/index.php?id=9&L=350&tx_ttnews%5Btt_news%5D=3316&cHash=109714e82b1b8da8ecb9d10b1eaf3fd1


Text: Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt
Symbolfoto: pixabay