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Promi-News: Christoph Metzelder: Skandal-Urteil wird scharf kritisiert

15. Mai 2021

Fußball-Kollegen des ehemaligen Profis sprechen Klartext

(cat). Wie kann ein Mann, der in der Öffentlichkeit steht und selbst Vater einer 2009 geborenen Tochter ist, so etwas tun? Und wie kann es sein, dass er fast ungeschoren davonkommt? Das fragen sich derzeit viele, die den Prozess um den Kinderpornographie-Skandal um Ex-Deutschland-Kicker Christoph Metzelder verfolgten. Für Entsetzen sorgte das erschreckend milde Urteil von 10 Monaten auf Bewährung! Dabei legte der 40-Jährige sogar ein Teilgeständnis ab: „Ich habe in diesen Chats Extrem-Fantasien ausgetauscht, dabei ging es auch um das Unaussprechliche.“ So soll der Ex-Profisportler Kinder- und Jugendpornografie besessen und in 29 Fällen diverse Bilder und Videos per Messenger-Dienst an drei Frauen versendet haben. Krass: Auf diesen Aufnahmen war zu sehen, wie kleine Mädchen, nicht einmal zehn Jahre alt, Opfer von schwerem, sexuellen Missbrauch wurden! 

Metzelder gestand, dass er besagte Dateien verschickte, „obwohl ich weiß, welches unsägliche Leid gegenüber Kindern hinter jeder Datei steckt. Trotz meines Engagements für Kinder. Ich akzeptiere die Strafe und bitte die Anwesenden stellvertretend für alle Opfer sexueller Gewalt um Entschuldigung. Ich hinterlasse eine Wunde, die niemals verheilen wird. Damit werde ich für den Rest meines Lebens leben müssen.“ Der Kick habe für ihn „in der Grenzüberschreitung gelegen“, nicht bei den pädophilen Inhalten, Übergriffe auf Opfer verneint er, „trotz krassester Äußerungen in den Chats“. Es habe alles in einer digitalen Parallelwelt stattgefunden. Das milde Urteil begründete die Richterin mit der Prominenz des ehemaligen National-Helden. Dieser sei durch das öffentliche Interesse quasi genug gestraft und könne auf lange Zeit nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Metzelder habe gestanden, auf eigene Initiative eine Therapie begonnen zu haben und werde freiwillig seine Ehrungen zurückgeben – darunter der Landesverdienstorden Nordrhein-Westfalen und das Bundesverdienstkreuz. 

Dass das nicht ausreicht, findet auch Metzelders ehemaliger Mitspieler Lukas Podolski. Auf Twitter schrieb der Fußballer „Widerlich!“ und sagte der „Bild“ er habe kein Verständnis für das Urteil. „Es geht hier nicht darum, ein Zeichen an einem prominenten Täter zu setzen. Es geht darum, dass so etwas grundsätzlich härter bestraft werden sollte. Auch ein Teilgeständnis darf keine Entlastung sein, wenn es um Kinderpornografie geht!“, so der 35-Jährige. Es fehle bei dem Urteil die abschreckende Wirkung, wie er sagt. „Wer sich gegen Kinder versündigt, muss mit aller möglichen Härte des Gesetzes bestraft werden. Noch mal: Es werden Kinder geschädigt! So wie ihre Eltern und Familien! Die Strafe wird dem Vergehen nicht gerecht.“ Auch Fußballnationalspieler Toni Kroos schloss sich der Kritik an, sagte, Metzelder gehe „irgendwie als freier Mann aus diesem Gericht“. „Bewährungsstrafe hin oder her. Das ist ein Ding, das nicht geht“, so der 31 Jahre alte Profi von „Real Madrid“. Kroos bezeichnete das Urteil als „unfassbar, weil es null abschreckend“ für andere Täter sei. 
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