veröffentlicht am Freitag, 5. September 2025
Magdeburg/Halle. Die Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt stiegen auch im August 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat moderat (+2,6 Prozent) an. Das statistische Landesamt teilt mit, dass die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent fielen. Damit sinkt der Verbraucherpreisindex im aktuellen Monat auf einen Stand von 123,8 (Basis 2020 = 100).
Preissteigerungen bei Anderen Waren und Dienstleistungen (+6,4 Prozent), Nahrungsmitteln (+4,4 Prozent) und Gaststätten- und Beherbergungsleistungen (+3,3 Prozent) ließen die Inflationsrate im August erneut gegenüber dem Vorjahresmonat steigen. Dämpfend wirkten sich in diesem Monat die Preisentwicklungen bei Freizeit, Unterhaltung und Kultur (+1,1 Prozent), Wohnung, Wasser, Strom, Gas und anderen Brennstoffen (+1,0 Prozent), sowie bei Post und Telekommunikation (+0,5 Prozent) aus.
Günstiger als im Juli 2025 wurden Waren und Dienstleistungen der Gruppe Verkehr angeboten (-0,5 Prozent). Innerhalb dieses Sektors entwickelten sich die Preise allerdings unterschiedlich. Reisende konnten zum Ende der Sommerferien internationale Flüge günstiger buchen (-9,2 Prozent). Ebenso sanken
die Kosten für Kraftstoffe. Diesel kostete durchschnittlich 1,4 Prozent weniger und Superbenzin durchschnittlich 1,3 Prozent weniger als noch im Juli dieses Jahres. Nahezu alle Verkehrsverbünde erhöhten aber im August ihre Tarife. Damit wurde die kombinierte Personenbeförderungsleistung im Durchschnitt 2,5 Prozent teurer.
Einen weiteren dämpfenden Effekt hatte im August 2025 die Entwicklung der Preise für Bekleidung und Schuhe (-1,0 Prozent). Saisonbedingt sanken die Preise für Schuhe und Schuhzubehör (-3,0 Prozent) und Bekleidungsartikel (-0,7 Prozent). Auch in der Gruppe Möbel, Leuchten, Geräte u. a. Haushaltszubehör wurden im Monatsvergleich sinkende Preise gemessen (-0,6 Prozent). Innerhalb dieses Bereichs wurden unter anderem Gartenmöbel und Campingmöbel (-6,8 Prozent), Tafelgeschirr, Glas- und Kristallwaren (-3,9 Prozent) Linoleum oder anderer elastischer Bodenbelag (-3,7 Prozent) sowie Wohnmöbel (-2,6 Prozent) günstiger verkauft.
Text: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Symbolfoto: pixabay