header-placeholder


image header
image
Industrie Kohle Abgase pixabay

Magdeburg-News: Niedrigster Stand an CO2-Emissionen in Sachsen-Anhalt seit 1990


veröffentlicht am Donnerstag, 6. März 2025

Magdeburg. Die Emissionen des Treibhausgases CO2 lagen 2022 in Sachsen-Anhalt bei 25,4 Millionen Tonnen. Das erste Mal seit 1990 unterschritten die Emissionen damit die Marke von 26 Millionen Tonnen. 1990 lag der Vergleichswert noch bei 51,3 Millionen Tonnen.

Die genannte Zahl umfasst die im Rahmen der Energiebilanzierung des Landes ermittelten Emissionen aus Energieerzeugung und industrieller Verarbeitung von chemischen Grundstoffen. Der energiebedingte CO2-Ausstoß erreichte dabei 22.219 Tausend Tonnen, der prozessbedingte CO2-Ausstoß summierte sich auf 3.224 Tausend TonnenDer Anteil der prozessbedingten Emissionen bewegt sich damit seit Jahren stabil um
rund 13 Prozent.

Im Fokus der Energiebilanzierung stehen aufgrund ihrer Bedeutung die energiebedingten Emissionen. Sie setzten sich 2022 aus 10.137 Tausend Tonnen aus dem sogenannten Umwandlungsbereich und 12.082 Tausend Tonnen aus dem Endenergieverbrauch zusammen.

Die höchste CO2-Freisetzung findet in der energetischen Umwandlung bei der Erzeugung von Strom statt. Hierauf entfielen 6.452 Tausend Tonnen CO2. Auf die Fernwärmeerzeugung entfielen nur 1.839 Tausend Tonnen und auf sonstige Umwandlungsbereiche/Verluste nahezu gleichauf 1.847 Tausend Tonnen CO2-Emissionen.

Angaben der Energiebilanz liegen erst mit mehrjähriger Verzögerung vor, weil sie eine aufwändige und vollständige Energiegesamtrechnung darstellen.  Das Energieaufkommen, die gesamte energetische Umwandlung und der energetische Endverbrauch werden anhand der verfügbaren Datenquellen konsistent zusammengeführt. Aktuellere Schätzungen zu CO2-Emissionen werden vom Landesamt für Umweltschutz erstellt. Diese haben gegenüber der Energiebilanz immer vorläufigen Charakter.


Text: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Symbolfoto: pixabay