veröffentlicht am Samstag, 8. November 2025
Magdeburg. Die Paradiesorgel wurde mittlerweile über ein halbes Jahrhundert im Magdeburger Dom gespielt, sodass es nun nötig wird den Prospekt zu erneuern, nachdem in den vergangenen Jahren bereits viele Teile der Orgel klanglich überarbeitet wurden.
Nun wird die Prosepktpfeifenerneuerung nötig im Hauptwerk, dem Rückpositiv und beim Pedal.
Als Material wird hierfür „Englisch-Zinn“ benötigt, das eine besondere Stabilität aufweist, aber auch sehr preisintensiv ist.
Die großen Pedalpfeifen sind hierbei der bedeutende zu erneuernde Teil, da sie 1969 mit einem Pfeifenmaterial ausgestattet wurden, das weicher geworden ist und auch instabil.
Beide Orgeln, die Hauptorgel und die Paradiesorgel sollen geschwisterlich aussehen, nach der Sanierung, da die Paradiesorgel ein silberhell-leuchtendes Erscheinungsbild bekommt durch das neue Metall das für die Sanierung der Pfeifen das verwendet wird wie die Hauptorgel es auch im Erscheinungsbild aufweist.
Für diesen bedeutenden Schritt werden Spender gesucht die Prosepektpfeifen-Patenschaften übernehmen möchten. Die Tonhöhe und das Pfeifensystem können selber ausgewählt werden und der Verein Domorgeln e.V. übernimmt bei jeder Pfeifenpatenschaft die Hälfte des Betrages. Die kleinsten Pfeifen sind für 75 Euro in der Patenschaft zu übernehmen und die größten mit 2.000 Euro.
Insgesamt besitzt die Paradiesorgel 82 Prosepektpfeifen und stellt das letzte große Orgelprojekt im Magdeburger Dom dar, nachdem 1996 eine Truhenorgel angeschafft wurde, 2008 nach elfjähriger Arbeit die Hauptorgel von der Firma Schuke im Dom eingebaut und eingeweiht werden konnte und 2011 auch noch ein Orgelneubau im Remter, der Winterkirche des Domes, begrüßt werden konnte, nach spezieller Konzeption für den Raum mit der angrenzenden Marienkapelle.
Text: Evangelische Domgemeinde Magdeburg
Foto: Evangelische Domgemeinde Magdeburg/Isabel Tönniges