veröffentlicht am Dienstag, 14. Januar 2025
Magdeburg. Ein Nachmittag zwischen Kunstwerken und Geschichten: Hans-Hendrik Grimmling ist am Sonntag, 19. Januar, um 15 Uhr, zu einem Künstlergespräch zu Gast im Kunstmuseum Magdeburg. Gemeinsam mit Prof. Dr. Annegret Laabs, Direktorin des Kunstmuseums Magdeburg, spricht er über sein Schaffen und präsentiert den Katalog zur Ausstellung, der das Gesamtwerk des Malers vorstellt.
Hans-Hendrik Grimmling (*1947 in Zwenkau bei Leipzig) ist einer der wichtigsten Maler seiner Generation in Deutschland und war Mitinitiator des legendären 1. Leipziger Herbstsalons 1984, einer Ausstellung, die als Meilenstein der unangepassten DDR-Kunst gilt.
Seit mehr als 40 Jahren bewegt sich seine Malerei an den Rändern der Abstraktion. Ihn beschäftigt die Erfahrung des Loslassens, des Lösens von der Figur, vom Narrativ, von der ostdeutschen Identität, das Ausbrechen aus den vorbestimmten Formen des Körperlichen. Mit nur wenigen Farben, vor allem Schwarz, Rot, Gelb und Weiß, bewegt sich Grimmlings Werk zwischen figürlicher Darstellung und Abstraktion. Die kräftige Rhythmik der Formen fügt sich immer von neuem zu typischen Motiven wie Kopf, Hand, Vogel und Knoten und veranschaulicht die zerbrechliche Seite des Menschen.
Die Ausstellung „Hans-Hendrik Grimmling. Malerei 1978 bis 2024“ ist noch bis zum 9. Februar im Kunstmuseum Magdeburg zu sehen.
Bildunterschrift: Ausstellungsansicht „Hans-Hendrik Grimmling. Malerei 1978 bis 2024“
Text: Kunstmuseum Magdeburg | Kloster Unser Lieben Frauen
Symbolfoto: Hans-Wulf Kunze