veröffentlicht am Montag, 22. September 2025
Magdeburg. Die Junge Union Sachsen-Anhalt kritisiert die erneute Preissteigerung des Deutschlandtickets scharf. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung wurde zugesichert, den Preis bis 2029 stabil zu halten. Ab 2027 soll zudem ein Indexmodell für Kostensicherheit und einen verlässlichen Preismechanismus greifen.
„Es ist ein Gebot der politischen Glaubwürdigkeit, dass Zusagen aus dem Koalitionsvertrag auch eingehalten werden“, betont Bianca Heine aus dem Harz, Sprecherin der Jungen Union für Infrastruktur und ländlichen Raum. „Wer jetzt wieder über Preiserhöhungen spricht, verspielt Vertrauen und verunsichert die Menschen“, so Heine.
Gleichzeitig verweist die Junge Union auf ihren Beschluss vom Landestag: Die Preispolitik des Deutschlandtickets muss so gestaltet sein, dass nicht nur der Status quo erhalten, sondern auch der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs langfristig gesichert werden kann. „Dauerhafte Quersubventionierung ohne Ausbauperspektive reicht nicht aus – wir brauchen eine nachhaltige Finanzierung“, so Heine weiter.
Besorgt zeigt sich die Junge Union über die Debatte in Sachsen-Anhalt, in der einzelne Landkreise wegen unzureichender Finanzausstattung bereits mit einem Ausstieg aus dem Ticketsystem drohen. „Wenn das Deutschlandticket an den finanziellen Realitäten vor Ort scheitert, gefährdet das nicht nur Mobilität, sondern auch das Vertrauen in große Reformprojekte“, warnt die JU.
Die Junge Union fordert die Bundesregierung daher auf, die im Koalitionsvertrag festgelegte Preisstabilität ernst zu nehmen, gleichzeitig aber die strukturelle Finanzierung des ÖPNV zu sichern. „Nur so kann das Deutschlandticket als modernes und verlässliches Angebot bestehen und weiterentwickelt werden“, so das Fazit der JU Sachsen-Anhalt.
Text: JUNGE UNION Landesverband Sachsen-Anhalt
Symbolfoto: pexels