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Steffi Suchant TK hoch

Keuchhusten-Erkrankungen: Magdeburg meldet deutlich weniger als im Vorjahr

Sonntag, den 31. Mai 2020

In Magdeburg hat sich im Jahr 2019 die Zahl der Keuchhusten-Fälle im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert. Das teilte die Techniker Krankenkasse (TK) unter Berufung auf Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit. Während 2018 noch 16 Fälle je 100.000 Einwohner registriert wurden, waren es 2019 nur noch sieben. Damit verzeichnete die Landeshauptstadt in Relation zur Einwohnerzahl deutlich weniger Keuchhusten-Erkrankungen als beispielsweise der Landkreis Wittenberg mit 59 oder Dessau-Roßlau mit 53 Fällen je 100.000 Einwohner. Den Spitzenplatz nahm mit 68 Fällen je 100.000 Einwohner die Stadt Halle ein. Der Landesdurchschnitt Sachsen-Anhalts lag bei 28 Erkrankungen je 100.000 Einwohner.

Keuchhusten kann gerade für Neugeborene im Falle einer Ansteckung einen gefährlichen Verlauf nehmen. Den besten Schutz für Säuglinge bietet nach neuen Erkenntnissen eine Impfung der Frauen zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI hat daher jetzt ihre Empfehlungen für einen entsprechenden Impfschutz aktualisiert. 

"Der Beschluss zur Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie liegt jetzt dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vor. Es ist davon auszugehen, dass dieses den Empfehlungen der STIKO folgt, und die Impfung Teil des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenkassen wird. Damit können Versicherte die Impfleistung kostenfrei in Anspruch nehmen und müssen lediglich die Gesundheitskarte vorlegen", so Steffi Suchant, Leiterin der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt. 

Wie die TK weiter informiert, sollten sich auf Anraten der STIKO neben der Schwangeren insbesondere Familienmitglieder und Personen aus dem engen Bekanntenkreis impfen lassen, welche mit dem Baby in Kontakt kommen.

Titelfoto: Steffi Suchant, Leiterin der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt © TK

Keuchhusten Kreise ST Vergleich je 100.000 Einwohner ab 2013