header-placeholder


image header
image
gemeinsam Menschen   freepik

Magdeburg-News: Magdeburg bleibt weltoffen – kein Platz für Ausgrenzung | Aktionstag am 17. Januar


veröffentlicht am Donnerstag, 15. Januar 2026

Magdeburg. Am 17. Januar lädt das Solidarische Magdeburg zu einem vielfältigen Aktionstag ein, welcher zeigt: Magdeburg bleibt weltoffen! In unserer Stadt ist kein Platz für rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenfeindliche Einstellungen.

„Die Magdeburger Innenstadt wurde am 16. Januar 1945 in Folge des nationalsozialistischen Terrorregimes zu 90 Prozent zerstört. Gerade nach dem 20. Dezember 2024 spitzt sich die Ausnutzung dieses tragischen Ereignisses durch Rechtsextreme zu, um ihre Hetze zu verbreiten. Wir stellen uns dieser Instrumentalisierung entgegen“ betont ein Sprecher des Solidarischen Magdeburg. „Uns ist die Bedeutung klar. Wir gedenken der Opfer, die vor über 80 Jahren gestorben sind, sehen aber gleichzeitig unsere historische Verantwortung, die daraus erwächst. Wir wollen ein Zeichen setzen. Für Demokratie, Vielfalt und Solidarität!“

Das ist in diesem Jahr besonders wichtig: Am 6. September 2026 wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag und die rechtsextreme AfD möchte den Ministerpräsidenten stellen. Ein reales Risiko: eine Person als Ministerpräsident, die den Holocaust leugnet und am Deportations-Treffen in Potsdam teilgenommen hat. „Wir wollen keinen Ministerpräsidenten einer gesichert rechtsextremen Partei, die historische Verantwortung leugnet und Geschichte verdreht. Wir wollen, dass unser Land vielfältig und weltoffen bleibt und nicht von rechtsextremem Gedankengut dominiert wird“ ergänzt der Sprecher.
Als Teil der Aktionswoche „Eine Stadt für Alle“ lädt das Solidarische Magdeburg am 17. Januar zu einem Aktionstag ein, der zeigt, dass Magdeburg und Sachsen-Anhalt zusammenstehen. Wir setzen ein Zeichen: Gemeinsam treten wir ein für Demokratie, Solidarität und eine gerechte Zukunft für alle!
Mit friedlichen Mahnwachen, kreativen Kundgebungen und Kunstaktionen verwandeln wir die Stadt in einen Ort der Solidarität.

Zum Auftakt des Tages laden wir am 17. Januar um 11 Uhr alle Magdeburger ein zur Kundgebung des Solidarischen Magdeburg auf dem Willy-Brandt-Platz mit Redebeiträgen verschiedener zivilgesellschaftlicher Gruppen, Szenen des Puppentheaters und der Trommelgruppe „Rhythms of Resistance“.

Des weiteren gibt es Stadtteilfeste in Buckau und Sudenburg, Kundgebungen vor dem Neustädter Bahnhof und auf dem Hasselbachplatz, Mahnwachen vor dem Dom, am Synagogen-Denkmal und auf dem Nicolaiplatz sowie viele andere Aktionen.
 

Text: Bündnis Solidarisches Magdeburg (SoMa) 
Symbolfoto: freepik