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BSS 12.07

Björn Steiger Stiftung und Special Olympics Deutschland schließen Kooperation für mehr Inklusion im Verhalten in Notfallsituationen


veröffentlicht am 12. Juni 2025

Foto: (von links nach rechts): Marcel Schneider (Hauptgeschäftsführer BSS), Sabrina Seitter (stellv. Hauptgeschäftsführerin BSS), Heiko Wagner (stellv. Geschäftsführer SOD), Noemi Steiger (Vizepräsidentin BSS), Noemi Woock (SOD Team Gesundheit), Pierre-Enric Steiger (Präsident BSS).
Winnenden/Berlin, Juli 2025 – Die Björn Steiger Stiftung und Special Olympics Deutschland (SOD) arbeiten künftig eng zusammen, um die Kompetenz in Notfällen, insbesondere Maßnahmen zur Reanimation für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung nachhaltig zu stärken. Ziel der Partnerschaft ist es, konkrete Zugänge zu Notfallwissen zu schaffen und ein sicheres Umfeld für alle Beteiligten – von Athletinnen und Athleten über Angehörige bis hin zu Coaches und Begleitpersonen – zu gewährleisten.

Gemeinsam für mehr Teilhabe durch Gesundheitsförderung
Sport als Zugang zur Gesellschaft trägt Special Olympics Deutschland seit jeher als Idee. Doch Teilhabe endet nicht bei den Sportangeboten. Sie umfasst auch die Gesundheitsförderung und somit die Fähigkeit, Gesundheitsrisiken zu erkennen und im Notfall richtig zu handeln. Genau hier setzt die Kooperation mit der Björn Steiger Stiftung an. Die Stiftung bringt jahrzehntelange Erfahrung in der Notfallhilfe mit ein, etwa durch ihre Initiativen zur Wiederbelebung ab der siebten Schulklasse.

„Unser Ziel ist es, Menschen mit geistiger Beeinträchtigung durch Aufklärung und praktische Schulungen zu stärken”, sagt Sven Albrecht, Bundesgeschäftsführer von Special Olympics Deutschland. „Mit der Björn Steiger Stiftung haben wir einen starken und verantwortungsvollen Partner an unserer Seite, um gemeinsam die Kompetenzen im Bereich Erster Hilfe und Notfallmanagement zu fördern und somit die Sicherheit und Selbstständigkeit der Menschen mit geistiger Beeinträchtigung nachhaltig zu verbessern.“

Barrieren abbauen, Wissen stärken
Im Rahmen der Partnerschaft stellen beide Organisationen Angebote bereit, die Menschen mit geistiger Beeinträchtigung befähigen, in kritischen Situationen selbstständig zu handeln. Dafür entwickeln sie gemeinsam zielgruppengerechtes Schulungsmaterial in einfacher und leichter Sprache, digital sowie analog. Eingesetzt werden die Inhalte bei regionalen und nationalen SOD-Veranstaltungen, in der Schulung von Helfenden und Betreuenden sowie über die digitale Lernplattform der SOD-Akademie. So entsteht mehr Handlungssicherheit für alle, die beim Training oder bei Veranstaltungen gemeinsam aktiv sind.

Mit der Zusammenarbeit setzen beide Organisationen ein starkes Zeichen für mehr gesellschaftliche Teilhabe und Selbstbestimmung im Alltag. „Erste Hilfe darf kein Spezialwissen für wenige, sondern muss für alle zugänglich sein”, betont Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „Mit dieser Kooperation schaffen wir neue Wege, um Menschen in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken. Die Kooperation mit Special Olympics Deutschland ist für uns ein logischer Schritt, um unsere Bildungsangebote noch inklusiver zu gestalten.“

Über die Björn Steiger Stiftung:
Die Björn Steiger Stiftung wurde 1969 von Ute und Siegfried Steiger gegründet, nachdem ihr Sohn nach einem Verkehrsunfall an den Folgen unzureichender Notfallversorgung verstarb. Seitdem engagiert sich die Stiftung unermüdlich für die Verbesserung des Rettungswesens in Deutschland. Zu ihren wegweisenden Initiativen zählen unter anderem die Einführung der Notrufnummern 110/112, die Gründung und Aufbau der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) sowie die Einrichtung von Notrufsäulen an Bundes- und Landstraßen. 
Die Stiftung verfolgt das Ziel, auf Missstände im Bereich der Notfallhilfe aufmerksam zu machen, den öffentlichen Diskurs anzustoßen und mit eigenen Projekten, wie dem Baby-Notarztwagen oder Herzsicher, und konkreten Lösungen zu einer besseren Notfallversorgung beizutragen – so auch 2025 mit der Einreichung einer Verfassungsbeschwerde zur Schaffung einheitlicher Regelungen im Rettungsdienst.
Weitere Informationen unter: www.steiger-stiftung.de



Text / Foto: Björn Steiger Stiftung