veröffentlicht am Montag, 25. August 2025
Magdeburg/Halle. In den Monaten Januar bis Juni 2025 erzielten die 293 Betriebe des Bauhauptgewerbes (Hoch- und Tiefbau sowie Vorbereitende
Baustellenarbeiten) in Sachsen-Anhalt einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von 1.323,6 Millionen Euro. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, nahm der Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum damit nominal (nicht preisbereinigt) um 57,3 Millionen Euro (+4,5 Prozent) zu. Bereits im ersten Quartal 2025 lag der Umsatz 2,0 Prozent über dem Vorjahresergebnis.
Zu diesem Plus trugen vor allem der sonstige (öffentliche) Tiefbau (+47,7 Millionen Euro bzw. +30,7 Prozent) sowie der gewerbliche und industrielle Tiefbau (+38,8 Millionen Euro bzw. +8,8 Prozent) bei. Dagegen verzeichneten die Bausparten des Hochbaus in ihrer Gesamtheit nominal einen Rückgang um 5,8 Millionen Euro (-1,4 Prozent), die höchsten Umsatzeinbußen hatte dabei der Wohnungsbau (-19,5 Millionen Euro bzw. -14,9 Prozent) zu verbuchen. Der gewerbliche und industrielle Hochbau konnte allerdings seine Umsätze steigern (+14,8 Millionen Euro bzw. +6,8 Prozent). Der reale (preisbereinigte) Umsatz ging dagegen im ersten Halbjahr 2025 um 0,5 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zurück. Der sonstige (öffentliche) Tiefbau konnte die realen Umsätze am deutlichsten steigern (+23,7 Prozent), andere Bausparten mussten Einbußen hinnehmen (von -5,0 Prozent im öffentlichen Hochbau bis -17,6 Prozent im Wohnungsbau).
Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe Sachsen-Anhalts bezifferten sich in den ersten sechs Monaten 2025 auf einen Gesamtwert von 1.396,0 Millionen Euro, der damit nominal um 0,6 Prozent niedriger war als vor Jahresfrist. Während die Bausparten Straßenbau und sonstiger (öffentlicher) Tiefbau rückläufige Auftragseingänge erfuhren (-115,4 Millionen Euro bzw. -29,6 Prozent; -14,0 Millionen Euro bzw. -8,8 Prozent), hatten vor allem der gewerbliche und industrielle Tiefbau (+73,1 Millionen Euro bzw. +14,8 Prozent) sowie der Wohnungsbau (+23,6 Millionen Euro bzw. +20,6 Prozent) höhere Auftragseingänge als im vergleichbarem Vorjahreszeitraum aufzuweisen. Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang war in diesem Zeitraum sogar um 5,3 Prozent niedriger. Dafür verantwortlich waren vor allem die Bausparten des Tiefbaus (-10,8 Prozent), der Hochbau insgesamt konnte das Auftragsvolumen dagegen steigern (+9,7 Prozent).
Mit insgesamt 17.172 tätigen Personen waren Ende Juni 2025 etwa 1,1 Prozent mehr Menschen im sachsen-anhaltischen Bauhauptgewerbe beschäftigt als zum vergleichbarem Zeitpunkt 2024. Diese Beschäftigten leisteten an 122 Arbeitstagen (2 Tage weniger als im ersten Halbjahr 2024) insgesamt knapp 9,4 Millionen Arbeitsstunden und bezogen Entgelte in Höhe von 365,8 Millionen Euro (-2,0 Prozent bzw. +5,5 Prozent). Dabei wies der Wirtschaftszweig Bau von Straßen die meisten Beschäftigten auf (4.685 tätige Personen; +1,6 Prozent), deren geleistetes Arbeitspensum und Entlohnung belief sich auf insgesamt knapp 2,5 Millionen Arbeitsstunden bzw. auf insgesamt 100,6 Millionen Euro (-2,7 Prozent bzw. +8,0 Prozent). Die baugewerblichen Umsätze in diesem Bereich stiegen nominal um 0,7 Prozent an.
Bei den befragten Betrieben handelt es sich um Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen.
Text: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Symbolfoto: pixabay