veröffentlicht am Freitag, 15. August 2025
Magdeburg/Halle. 2024 ereigneten sich in Sachsen-Anhalt 49 Unfälle beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und bei deren Beförderung. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren das 7 mehr als im Vorjahr. Beim Umgang ereigneten sich 17 Unfälle (2023: 15) und bei der Beförderung dieser Stoffe 32 Unfälle (2023: 27). Bei den gemeldeten 49 Unfällen wurden insgesamt 681,7 Kubikmeter wassergefährdende Stoffe freigesetzt (2023: 1.601,5 Kubikmeter), wiedergewonnen wurden 678,0 Kubikmeter (2023: 783,4 Kubikmeter). Daraus ergibt sich eine
Wiedergewinnungsquote von 99,4 Prozent für 2024 (2023: 48,9 Prozent).
Mit 668,4 Kubikmeter (98,0 Prozent) waren es vor allem Andere Stoffe, zu denen auch Jauche, Gülle und Silagesickersaft zählen, die als wassergefährdende Stoffe in die Umwelt gelangten. Die restlichen 2,0 Prozent (13,3 Kubikmeter) waren Mineralölprodukte.
Bei den Umgangsunfällen wurden 670,7 Kubikmeter wassergefährdenden Stoffe freigesetzt und bei den Beförderungsunfällen 11,0 Kubikmeter. Die Wiedergewinnungsquote lag bei den Umgangsunfällen bei 99,4 Prozent und bei den Beförderungsunfällen bei 99,5 Prozent. Im Vorjahr waren es 48,9 Prozent beim Umgang und 47,7 Prozent bei der Beförderung.
Von den 49 Unfällen waren 26 auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen und 12 auf Materialmängel. Bei insgesamt 39 Unfällen konnten durch getroffene Sofort- bzw. Folgemaßnahmen die freigesetzten Stoffe vollständig wiedergewonnen werden.
Text: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Symbolfoto: pixabay