veröffentlicht am Freitag, 18. Juli 2025
Magdeburg/Halle. 2023 wurden in Sachsen-Anhalt Umsätze mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz in Höhe von 2.901 Millionen Euro erzielt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren das 675 Millionen Euro weniger als 2022 (3.576 Millionen Euro).
Der Umsatz wurde von 12.616 Beschäftigten in 287 Betrieben erwirtschaftet. Die Zahl der Beschäftigten in Umweltschutzbranchen stieg um 10,3 Prozent
gegenüber 2022 (11.434).
Die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes erzielten mit 1.900 Millionen Euro den größten Teil der umweltschutzbezogenen Umsätze (65,5 Prozent). Die umsatzstärksten Wirtschaftszweige im Verarbeitenden Gewerbe waren die Herstellung von chemischen Erzeugnissen (636 Millionen Euro), die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (405 Millionen Euro), die Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden (295 Millionen Euro) und der Maschinenbau (291 Millionen Euro). Im Baugewerbe erzielten 123 Betriebe einen umweltschutzbezogenen Umsatz von 371 Millionen Euro und somit 7,4 Prozent weniger als 2022 (401 Millionen Euro).
Mit rund 2.072 Millionen Euro war der Klimaschutz erneut der umsatzstärkste Umweltbereich (71,4 Prozent). Gegenüber 2022 wurde ein Rückgang um 22,7 Prozent verzeichnet. In weiteren Umweltbereichen ging der Umsatz ebenfalls deutlich zurück, darunter in der Abfallwirtschaft um 16,7 Prozent auf 168 Millionen Euro, Luftreinhaltung um 18,0 Prozent auf 55 Millionen Euro und Abwasserwirtschaft um 4,4 Prozent auf 413 Millionen Euro. Im Umweltbereich Arten- und Landschaftsschutz stieg der Umsatz um 9,6 Prozent auf 23 Millionen Euro.
Text: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Symbolfoto: pexels