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Frau rauchen Zigarette Tabak pexels

Magdeburg-News: Immer mehr Frauen sterben an tabakassoziierten Krebserkrankungen


veröffentlicht am Samstag, 7. Juni 2025

Magdeburg/Halle. Nach Ergebnissen der Todesursachenstatistik 2023 verstarben insgesamt 1.603 Menschen (496 Frauen und 1.107 Männer) aus Sachsen-Anhalt an Krebserkrankungen, die in Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakprodukten gebracht werden können (Krebs der Lunge und der
Bronchien, des Kehlkopfes sowie der Luftröhre). Wie das Statistische Landesamt anlässlich des Internationalen Weltnichtrauchertages am 31. Mai
mitteilt, war bei den Frauen ein Anstieg der Todesfälle durch tabakassoziierte Krebserkrankungen um 73,4 Prozent zum Jahr 2003 festzustellen. Im gleichen Zeitraum gingen die der Männer um 4,3 Prozent zurück. Das durchschnittliche Sterbealter 2023 lag bei 71,4 Jahren. Ein gutes Viertel der Verstorbenen (26,3 Prozent bzw. 421 Sterbefälle) war unter 65 Jahre alt.

Mit 73,4 Sterbefällen je 100.000 Einwohner bei tabakassoziierten Krebserkrankungen lag Sachsen-Anhalt 2023 zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern (73,5) an der Spitze. Das Saarland folgte knapp dahinter (71,4). Die niedrigsten Werte erreichten Bayern (40,3) und Baden-Württemberg
(40,5). Bundesweit lag der Anteil bei 54,7 Sterbefällen je 100.000 Einwohner.

2.013 Frauen und 3.894 Männer des Landes wurden 2023 aufgrund solcher Erkrankungen, die in Zusammenhang mit Tabakkonsum gebracht werden könnten, vollstationär in einer Klinik behandelt. Der Anteil der unter 65-Jährigen betrug hier insgesamt 39,1 Prozent (2.309). 2003 waren 1.378 Einwohnerinnen und 5.652 Einwohner Sachsen-Anhalts, die infolge von Krebs der Lunge und der Bronchien, des Kehlkopfes oder der Luftröhre stationär versorgt worden. Während es innerhalb dieser 20 Jahre bei den Frauen einen Anstieg der Behandlungsfälle um 46,1 Prozent gab, verringerten sich die Krankenhausbehandlungen bei den Männern Sachsen-Anhalts um 31,1 Prozent.

Ein Klinikaufenthalt wurde 2023 für 270,5 Sachsen-Anhalter je 100.000 Einwohner notwendig. In Relation zur Bevölkerung wurden Personen aus Thüringen (347,6) und Brandenburg (343,0) besonders häufig stationär behandelt, während Personen aus Hamburg (157,2) und Baden-Württemberg (165,6) seltener. Bundesweit lag dieser Wert bei 226,2 Einwohnern.


Text: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Symbolfoto: pexels