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Schlitte in Columbus 3

Sachsen-Anhalt-News: Lokalmatador Matthias „Hellboy“ Schlitte holt Bronze bei Arnold Classics in Columbus


veröffentlicht am Samstag, 12. April 2025

Landkreis Börde/Bebertal/Columbus/Ohio Matthias „Hellboy“ Schlitte hat bei den Arnold Classics 2025 erneut seine Qualitäten als einer der besten Armwrestler der Welt unter Bewis gestellt. In der Gewichtsklasse bis 70 kg kämpfte der Bebertaler unerschütterlich und sicherte sich mit einer beeindruckenden Leistung die Bronzemedaille.

Seine Reise nach Columbus begann bereits im Juli 2024 beim Hel International Armwrestling Tournament in Polen, wo er sich nicht nur den Sieg, sondern auch das wertvolle Ticket für die Arnold Classics sicherte. In einem packenden Finale gegen den polnischen Weltmeister Lukasz Kopysc bezwang der Mann aus der Börde seinen Widersacher und sicherte sich somit die ersehnte Qualifikation für das legendäre Turnier in den USA.
Ergebnisse der Arnold Classics 2025

2025 ging es nun von Berlin über New York in den amerikanischen Bundesstaat Ohio. Die Arnold Classic ist eine der renommiertesten Bodybuilding- und Fitnessveranstaltungen der Welt. Sie findet jährlich in Columbus, Ohio, statt und wurde 1989 von Arnold Schwarzenegger und Jim Lorimer ins Leben gerufen. Als Teil des Arnold Sports Festival, das mehr als 60 Sportarten umfasst, zieht die Arnold Classic Tausende von Athleten und Fitnessfans aus aller Welt an. Das Armwrestling-Turnier zählt zu den prestigeträchtigsten Wettkämpfen der Welt und zieht Spitzenarmwrestler aus der ganzen Welt an.

Schlitte startete in Columbus mit einem souveränen Sieg in der 1. Runde gegen Lawrence Bell (USA), den er ohne größere Probleme schlug. Doch in der 2. Runde traf er bereits auf einen Favoriten: Jugendweltmeister Ivaylo Kolev aus Bulgarien. Der Kampf endete für Schlitte jedoch durch eine Foulentscheidung, was den Bebertaler nach hartem Kampf auf die Verliererstraße brachte. Schließlich würde jede weitere Niederlage zum Ausscheiden führen.

Doch der „Hellboy“ ließ sich, trotz des enormen Drucks, nicht entmutigen. In der 3. Runde ließ er Jack Heath (USA) keine Chance und kämpfte sich mit einem überzeugenden Sieg zurück in den Wettkampf. Im Viertelfinale setzte er sich dann auch gegen Joshua James aus Australien durch.

In der 5. Runde lieferten sich der Amerikaner Jarrett Ryan und Schlitte nicht nur einen Wettkampf der Muskeln, sondern auch ein verbales Duell. Dieser versuchte, den Deutschen mit psychologischen Tricks zu verunsichern. Doch der „Hellboy“ ließ sich nicht einschüchtern. Nach dem Startsignal setzte er sich klar durch und zwang Ryans Hand inns Polster.

Nun war eine Medaille zum Greifen nah, aber die intensiven Kämpfe hatten Wirkung gezeigt. Die 6. Runde gegen den Bulgarischen Champion Ivaylo Kolev war ein wahrer Krimi. Der Druck war hoch, doch Schlitte kämpfte mit unerschütterlicher Entschlossenheit und sicherte sich mit einer Energieleistung den Siege und damit einen Platz auf dem Podest.

Im 7. und letzten Kampf gegen Ivaylo Kolev, der die Silbermedaille errang, musste sich Schlitte nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung erneut geschlagen geben. Der Gewinn der Bronzemedaille ist ein grandioses Ergebnis eines unglaublich anspruchsvollen Wettkampfes.
Ein Turnier auf absolutem Weltklasse-Niveau

Am Ende belegte der Ukrainer Oleksandr Kurdyukov den 1. Platz, während Kolev den 2. Platz sicherte und Schlitte mit Bronze auf dem Podium stand. Schlitte selbst sagte nach dem Turnier: "Es war ein sehr enges Turnier und das Level extrem hoch. Auch der Druck war nach der Qualifikation und mit meiner Reputation wirklich spürbar. Mit etwas Glück wäre es auch noch höher gegangen, schließlich konnte ich auch schon gegen Oleksandr Kurdyukov in der Vergangenheit gewinnen. Allerdings hätte ich auch das Podest verpassen können, so brutal war das Level"

Nach dem Wettkampf konnte der Mann aus der Börde noch viel Fotowünsche von Armwrestling-Fans erfüllen, einige andere Sportarten, wie z.B. Bodybuildung und Kreuzheben, ansehen und das größte Kraft- und Kampfsport-Event der Welt genießen.

Im Anschluss ging es zur Regeneration nach Michigan, bevor die letzte Station der Reise auf dem Plan stand. In Toronto/ Kanada leutete Schlitte bereits die EM-Vorbereitung ein. Ende Mai geht es nämlich zur Europameisterschaft nach Estland. Im eisigen Ontario standen noch zwei ausgedehnte Trainingseinheiten mit dem Team "Heavy Arms Ontario" und der kanadischen Meisterin Heidi Cordner an.

"Es ist immer schön die Teams vor Ort zu besuchen und neue Trainingsarten kennenzulernen. Nun brauche ich aber zunächst eine kleine Pause, bevor ich in Deutschland die nächste Phase der Vorbereitung einleite.", erklärte der Bebertaler.

Doch der nächste Härtetest steht bereits am 13. April an. Im Rahmen der Fitnessmesse FIBO trifft Matthias Schlitte in Köln auf Rabih Aloukaibe. Der 24-Jährige bringt knapp 30 kg mehr als Schlitte auf die Waage und zählt national zu den besten seiner Gewichtsklasse. Genau die richtige Standortbestimmung 6 Wochen vor der EM.  


Text & Foto: Matthias Schlitte