veröffentlicht am Donnerstag, 19. Dezember 2024
Magdeburg. 910,4 Millionen Euro betrugen die Einzahlungen aus Gewerbesteuer in den Gemeinden des Landes Sachsen-Anhalt bis zum 30. September 2024. Das waren 31,7 Millionen Euro weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden seit Beginn des Jahres 2024 sinkende Gewerbesteuereinnahmen beobachtet. Die Rückgänge gegenüber den vergleichbaren Vorjahreszeiträumen betrugen 1,9 Prozent im ersten Quartal 2024, 2,0 Prozent bis zum 30. Juni 2024 und 3,4 Prozent bis zum 30. September 2024.
Von den 910,4 Millionen Euro Gewerbesteuer in den ersten drei Quartalen verbuchten die kreisangehörigen Gemeinden 76,8 Prozent und die drei kreisfreien Städte 23,2 Prozent. Bis zum 30. September 2024 erzielten 7,0 Prozent (15) der kreisangehörigen Gemeinden 42,4 Prozent (296,6 Millionen Euro) der Gewerbesteuereinzahlungen. Die Gewerbesteuer kann von Jahr zu Jahr und von Quartal zu Quartal stark schwanken. Da sie von der Gewerbetätigkeit und den Unternehmen auf dem Gemeindegebiet abhängt, ist das Aufkommen nicht gleichmäßig zwischen den Kommunen verteilt.
Die Summe der kreisangehörigen Gemeinden und auch die Landessumme werden erheblich durch die Gewerbesteuer der Stadt Leuna bestimmt. Bis zum 30. September 2024 entfielen 7,2 Prozent der Gewerbesteuer des gesamten Landes Sachsen-Anhalt auf Leuna, bezogen auf die kreisangehörigen Gemeinden stellte Leuna einen Anteil von 9,4 Prozent dar. In den ersten drei Quartalen 2024 verbuchte Leuna 65,4 Millionen Euro Gewerbesteuer. Das war weniger als die Hälfte des vergleichbaren Vorjahreswertes, aber mehr als das 11-Fache des Vergleichswertes aus 2021.
Die zweithöchste Gewerbesteuer im kreisangehörigen Raum bis zum 30. September 2024 meldete die Stadt Bernburg (Saale). Mit 21,6 Millionen Euro nahm Bernburg (Saale) knapp ein Drittel des Spitzenreiters Leuna ein. Seit 2019 wurden in Bernburg (Saale) in den ersten 3 Quartalen jährlich steigende Gewerbesteuerzahlungen registriert. Mehr als 20 Millionen Euro Gewerbesteuer bis zum 30. September 2024 meldeten im kreisangehörigen Raum weiterhin die Stadt Bitterfeld-Wolfen (21,4 Millionen Euro), die Gemeinden Barleben (20,3 Millionen Euro) und Schkopau (20,2 Millionen Euro) sowie die Lutherstadt Wittenberg (20,2 Millionen Euro). Weitere 9 kreisangehörige Gemeinden nahmen zwischen 10 und 20 Millionen Euro Gewerbesteuer ein.
Die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau erreichte mit 28,9 Millionen Euro ihre höchsten Gewerbesteuereinnahmen in den ersten drei Quartalen eines Jahres. Bis zum 30. September 2024 wurden 88,3 Prozent des gesamten Vorjahresbetrages verbucht. Im Vorjahr waren es bis zu diesem Zeitpunkt 62,1 Prozent.
Die kreisfreie Stadt Halle (Saale) verzeichnete gegenüber den ersten 3 Quartalen des Vorjahres einen Zuwachs um 3,4 Millionen Euro. Die erreichten 83,8 Millionen Euro lagen 3,2 Millionen Euro unter dem Spitzenwert zum 30. September 2022. Im Vergleich zum Vorjahreswert 2023 liegt Halle (Saale) nach drei Quartalen bei 73,4 Prozent.
Die höchsten Gewerbesteuereinnahmen in Sachsen-Anhalt bis zum 30. September 2024 meldete die Landeshauptstadt Magdeburg. Mit 98,8 Millionen Euro waren die Gewerbesteuereinzahlungen in der Landeshauptstadt Magdeburg 4,8 Millionen Euro geringer als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Zum 30. September 2024 erreichte die Landeshauptstadt Magdeburg 68,8 Prozent der Vorjahreseinzahlungen.
Text: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Symbolfoto: pixabay