veröffentlicht am Dienstag, 10. Dezember 2024
Magdeburg/Halle. Das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V. zeigt sich erleichtert über die Nachricht, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad offenbar das Land verlassen hat. Dies könnte einen entscheidenden Wendepunkt für das vom Bürgerkrieg gezeichnete Syrien bedeuten.
Seit Jahren unterstützt LAMSA die nach Sachsen-Anhalt geflüchteten Menschen aus Syrien durch unterschiedliche Maßnahmen. Viele der Mitglieder – darunter auch ein Vorstandsmitglied sowie der Geschäftsführer des LAMSA e.V. – kennen die Unterdrückungsmaschinerie durch das Regime unter Assad, aber auch die Auswirkungen des Bürgerkrieges sowie der in der Region herrschenden Konflikte aus eigener oder familiärer Erfahrung. Die Hoffnungen, welche mit dem Sturz des Assad-Regimes unmittelbar verknüpft werden, zielen darauf ab, dass dieser historische Moment den Weg für eine neue politische Ordnung ebnet – hin zu Frieden und Demokratie.
„Für viele der syrischen Geflüchteten, die wir begleiten, ist diese Nachricht ein Zeichen der Hoffnung – Hoffnung auf ein Ende des Leids und auf eine friedliche Zukunft“, erklärt Mamad Mohamad (Foto), Geschäftsführer des LAMSA e.V., selbst mit eigener Fluchterfahrung aus Syrien: „Nun ist es entscheidend, dass die internationale Gemeinschaft gemeinsam mit der syrischen Bevölkerung die nächsten Schritte für einen gerechten Wiederaufbau unternimmt.“
LAMSA appelliert an die internationale Gemeinschaft, die Entwicklungen in Syrien weiterhin kritisch zu beobachten und die humanitäre Unterstützung für die Bevölkerung im Land sowie in den Nachbarstaaten zu verstärken. Besonders wichtig sei es, die Rechte der syrischen Bevölkerung in einem möglichen Übergangsprozess zu schützen und zu stärken. Die Menschen und das Land brauchen hierfür eine langfristige Begleitung.
Über das LAMSA:
Das Landesnetzwerk (LAMSA) wurde im Jahr 2008 gegründet und vertritt seither die politischen, wirtschaftlichen und sozialen, sowie kulturellen Interessen der Menschen mit Migrationsgeschichte auf Landesebene. Es versteht sich als deren Fürsprecher und steht gegenüber der Landesregierung, allen migrationspolitisch relevanten Verbänden, Institutionen und weiteren Migrant*innenorganisationen in anderen Bundesländern als Ansprechpartner zur Verfügung. Im März 2014 gründete LAMSA einen gemeinnützigen Verein. Derzeit sind 110 Organisationen und Einzelpersonen unterschiedlicher Herkunft, kultureller Prägung sowie religiöser Zugehörigkeit im LAMSA vertreten.
Text: Geschäftsführer des LAMSA e.V.
Foto: Alisa Sonntag