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Promi-News: Helge Schneider: „Ich will kein Scheiß-Konzert geben“

Die Webseite des Künstlers: https://helge-schneider.de/

31. Juli 2021

Der Entertainer brach seine Bühnen-Show ab

(cat). Vor wenigen Wochen verkündete Helge Schneider, wie froh er darüber sei, endlich wieder vor Publikum auftreten zu können. Der Musiker ist sich seiner Exzentrik bewusst. „Ich bin gerne Außenseiter, weil ich von außen komme und etwas reinbringe, was etwas anderes ist als das, was man sonst auf dem Tisch hat. Dafür stehe ich und das mache ich gerne“, sagte Helge der „Deutschen Presse-Agentur“ in Essen. Als Künstler „seiner Art“ sei man nur systemrelevant, „weil man weiß, man wird gebraucht“. „Deshalb wird man ganz besonders gebraucht, weil sich die Gesellschaft ohne diese Außenseiter ja gar nicht wie eine Gesellschaft anfühlt.“ 

Über seine Pandemie-Erfahrungen berichtete der Entertainer: „Ich beschwere mich nicht. Aber der Umgang mit den Künstlern ist durch diese Corona-Krise extrem sachlich geworden – im wörtlichen Sinne: Man ist eine Sache.“ Etwa, wenn man erst zu einem Konzert eingeladen, dann ausgeladen und dann wieder eingeladen werde. „Man kommt sich vor wie eine Terminware“, klagte Schneider. Mit der staatlichen Hilfe, die er als Künstler erhalten habe, sei er einigermaßen zufrieden. „Trotzdem bin ich jetzt darauf angewiesen, auch mal wieder zu arbeiten“, so der 65-Jährige. Er hasst es, wenn das Publikum bei Auftritten in großer Entfernung sitzt und dann auch noch Schutzmasken trägt. So könne er nur die Augen erkennen und nicht ausmachen, ob jemand gute oder schlechte Laune habe. „Es ist eigentlich, als wäre das Publikum existent, aber hinter einem Vorhang“, so Helge, dem es dann an Action vonseiten des Publikums mangelt. Wie es scheint, haben genau diese Umstände den „Katzeklo“-Star nun zu einer eigenartigen Reaktion bewogen.

Bei seinem Konzert in Augsburg geriet Schneider so in Rage, dass er seine Show einfach hinschmiss! Als sich Helge seinem Ärger über Gastronomiearbeiter Luft machte, die das Publikum bedienten, hielten die Zuschauer das noch für einen Scherz. „Ich muss sagen, das geht mir ziemlich auf den Sack. Ich habe keine Lust mehr. Bitte habt Verständnis dafür: Ich als Künstler kann unter diesen Umständen überhaupt nichts mehr machen“, verkündete der Musiker schließlich. Und dann mündete sein Monolog in „also ich breche die Strandkorb-Konzerte an dieser Stelle ab. Es tut mir sehr leid. Vielleicht könnt Ihr Euer Geld wiederkriegen.“ Das System sei einfach „fadenscheinig und dumm“ waren die letzten Worte des Künstlers. Ob er damit auf die Corona-Auflagen in der Pandemie anspielte, ließ er offen. 
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