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Motorsport-News: Zweiter Podestplatz am Wochenende für Nyck de Vries und das Mercedes-EQ Formel E Team in London

Montag, den 26. Juli 2021

Aufregender Nachmittag für das Mercedes-EQ Formel E Team am zweiten Tag in London: Nyck de Vries zum zweiten Mal an diesem Wochenende auf dem Podium; Stoffel Vandoorne fällt nach einem Zwischenfall von P1 auf P15 zurück.

Ian James, Teamchef:

„Das war heute ein Wirbelwind von einem Rennen, und zwar sowohl mit Blick auf die Action auf der Rennstrecke als auch die Achterbahnfahrt der Gefühle, die wir am Ende erlebten. Zunächst möchte ich betonen, dass wir heute einige absolute Highlights erlebt haben. Der Tag begann mit zwei großartigen Zeiten im Qualifying, mit denen Nyck und Stoffel es in die Super Pole schafften. Dort fuhr Stoffel die schnellste Rundenzeit und sicherte sich eine verdiente Pole Position. Wir waren uns bewusst, dass wir mit beiden Autos in den ersten beiden Startreihen eine Chance auf ein sehr gutes Ergebnis hatten. Wir hatten das gesamte Wochenende über ein fantastisches Auto und beide Fahrer waren sehr gut in Form, angetrieben von der harten Arbeit des restlichen Teams hinter den Kulissen.

Damit kommen wir zum Rennen. Wir sind actiongeladene Rennen in der Formel E gewohnt. Aber dieser E-Prix übertraf jegliche Erwartungen. Beide Fahrer legten einen sehr guten Start hin. Stoffel behielt die Führung und fuhr im Rennen die Abstände heraus, die er benötigte – sowohl unter normalen Rennbedingungen als auch nach der Safety-Car-Phase. Nyck trug seinen Teil dazu bei und bestätigte die starke Pace, die er das gesamte Wochenende über schon gezeigt hatte.

In der zweiten Safety-Car-Phase drehte sich das Bild dann komplett. In einer ungewöhnlichen Situation übernahm di Grassi die Führung unter Safety-Car-Bedingungen, indem er durch die Boxengasse fuhr und sich vor Stoffel an der Spitze einordnete. Sobald das Safety Car hereinkam, wurde Stoffel von einer überoptimistischen Attacke von Rowland, der zu diesem Zeitpunkt hinter ihm lag, aus dem Rennen genommen. Dabei wurde Stoffels Auto beschädigt und er fiel bis auf P15 zurück. Das war ein unheimlich frustrierender Zwischenfall, der sich als extrem kostspielig entpuppen sollte und Stoffel einen potenziellen Sieg kostete. Zum Glück konnte sich Nyck aus dem Chaos um ihn herum heraushalten und das Auto auf einem verdienten zweiten Platz nach Hause bringen.

Nach diesem Tag habe ich widersprüchliche Gefühle, da wir uns einerseits über die Pole Position und einen weiteren Podestplatz an diesem Wochenende freuen. Aber gleichzeitig auch ein gewisses ‚Was wäre wenn‘-Gefühl in der Box vorherrscht. Trotzdem ist uns heute in der Meisterschaft ein weiterer Sprung nach vorne gelungen, was wir natürlich gerne mitnehmen. Das Wichtigste ist, dass wir die Pace weiter umsetzen, die wir an diesem Wochenende gezeigt haben. Das war eine fantastische Mannschaftsleistung.“

Nyck de Vries:

„Das ist mein zweiter Podestplatz an diesem Wochenende, aber schlussendlich bin ich ein wenig enttäuscht darüber, heute nur auf P2 gelandet zu sein. Am meisten tut es mir aber für meinen Teamkollegen Stoffel leid, der meiner Meinung nach heute den Sieg verdient gehabt hätte, wenn er nicht von Oliver Rowland getroffen worden wäre. Aber in so einem Fall kann man nichts machen. Alles in allem hatten wir ein wenig Pech mit dem Safety Car, da wir gerade den Attack Mode aktiviert hatten, als dieses auf die Strecke ging. Deshalb war ich nach dem Restart anfällig und dann mischte auch noch Lucas di Grassi da vorne mit, worüber ich sehr überrascht war, da er eigentlich gar nicht hätte da sein dürfen. Am Ende haben Alex Lynn und Mahindra Racing den Sieg verdient. Ich habe alles gegeben, aber es war leider nicht möglich, mich neben ihn zu setzen und noch einen Angriff zu starten.“

Stoffel Vandoorne:

„Ich bin natürlich unheimlich enttäuscht. Das war heute ein harter Nachmittag für mich. Ich bin von der Pole Position gestartet, habe das Rennen lange angeführt und hatte alles unter Kontrolle. Jetzt dann ohne Punkte dazustehen, ist sehr frustrierend für mich. Ich habe mit Oliver gesprochen und er übernimmt die volle Verantwortung für den Zwischenfall. Das Positive an diesem Tag ist, dass mein Auto heute fantastisch war, ich kontrollierte die Abstände und konnte einen Vorsprung herausfahren, wenn ich ihn für die Attack Mode Aktivierungen gebraucht habe. Es tut einfach nur weh, dann so viele Punkte und einen weiteren potenziellen Sieg zu verlieren. Diese Punkte sind in dieser Meisterschaft und einer so eng umkämpften Saison wie dieser super wichtig.“

Foto: Formel E – Mercedes-Benz EQ Formel E Team, London E-Prix 2021. Nyck de Vries © Daimler