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Promi-News: Ulrich Matthes: Pellkartoffeln mit Quark

BU: Ulrich Matthes war vor wenigen Tagen bei der Opening Ceremony und der Premiere von „The Mauritanian“ bei der „71st Berlinale International Film Festival Summer Special“ im Freiluftkino Museumsinsel. Foto: highgloss.de

19. Juni 2021

Der Schauspieler freute sich über „Lola“ und Berlinale

(cat). Ulrich Matthes ist Präsident der Deutschen Filmakademie. Er hat in Filmen wie dem Weltkriegsdrama „Der Untergang“ mitgespielt und arbeitet am Deutschen Theater in Berlin. Die Corona-Pandemie hat Matthes, wie seine Schauspielkollegen zeitweise „lahmgelegt“. Dass die „Lola“ trotz des Ausnahmezustands vergeben werden konnte, war dem Akademiepräsidenten eine Herzensangelegenheit, „als Zeichen der Solidarität in der Branche“. Kultur sei immerhin „kein kleines Luxus-Nebenbei“ sagte der 62-Jährige in diesem Zusammenhang dem „Tagesspiegel“. 

„Zur Schulung unserer Empathie, unseres Mitgefühls sind Theater, Konzertsäle, Kinos, der Tanz, die kleinen Kabaretts ganz wesentlich“, so Matthes, „man merkt es möglicherweise erst, wenn es sie nicht mehr gibt. Und dann ist der Aufschrei groß.“ Hinsichtlich der scharfen Kritik an #allesdichtmachen erklärte der TV-Star zum 70-jährigen Bestehen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, er empfinde die Debatte um die satirisch-ironisch gemeinte Aktion als „furchtbar“, auch wenn er die Videoaktion immer noch für „misslungen“ hält. „Ich finde es schrecklich, wie meine Kolleginnen und Kollegen jetzt bedroht werden.“ Die Rufe nach Berufsverboten seien grotesk. Es hätte den Künstlern und Künstlerinnen bewusst sein müssen, dass andere Menschen „das doof finden“ könnten – auch wenn die Videos satirisch und ironisch gemeint gewesen seien. 

„Man muss zivilisiert miteinander reden, sich auch mal streiten, und anschließend trinkt man auch wieder ein Bier miteinander“, findet Matthes. „Nach über einem Jahr liegen bei allen Menschen die Nerven blank. Wir alle haben die Schnauze von Corona voll.“ Im „After Corona Club“ sprach der „Goebbels“-Darsteller kürzlich darüber, was die Corona-Einschränkungen für Filmschaffende bedeuten – damit bezog sich Ulrich Matthes auch auf Preisverleihungen ohne Publikum, umgeschriebene Drehbücher und Quarantäne vor Kuss-Szenen. Positiv ist, dass der Vegetarier durch die Pandemie merkte, dass er auch mit weniger auskommt. „Es genügen Gespräche mit lieben Menschen, es genügt ein Buch, es genügen Filme. Es genügen Pellkartoffeln mit Quark“, erklärte der Schauspieler.  
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