header-placehodler
MAGDEBURGER-NEWS.DE


image header
image
Michaela May www

Promi-News: Michaela May: Ein Herz für Senioren

Die offizielle Webseite der Schauspielerin: https://www.michaelamay.de/

19. Juni 2021

Und ein Familienleben für Geistliche

(cat). Was manche Fans vielleicht nicht wissen: Michaela May ist Schirmherrin des Vereins „Retla“. Die kürzlich in München gegründete Organisation will Perspektiven für das Alter schaffen und hat daher das Palindrom zu „Alter“ als Name gewählt. Im Gespräch mit „Hello“ berichtete May, wie sie auf diese Sache aufmerksam wurde. Eine ehemalige Redakteurin der „Sternstunden“ habe die Schauspielerin wegen einem gemeinsamen Projekt angeschrieben, das besondere Aktionen für bedürftige Menschen organisiert. „Zunächst habe ich abgesagt, da ich schon andere Charity-Verpflichtungen habe, dann habe ich aber nochmal darüber nachgedacht. Die Altersfrage stellt ja ein zunehmendes Problem in unserer Gesellschaft dar. 

Da scheint es mir wichtig, sich in diesem Bereich zu engagieren. Also habe ich später doch noch zugesagt, gemeinsam mit Elmar Wepper die Schirmherrschaft zu übernehmen“, so Michaela, die vor allem passende Angebote für ältere Menschen bemängelt. „Ich habe das bei meiner Mutter erlebt. Die hat 25 Jahre in einem Seniorenstift gelebt. Ich habe mich intensiv um sie gekümmert und gesehen, wie wichtig es gerade im Alter ist, dass man jemanden hat, der für einen da ist. Alte Menschen brauchen den Austausch.“ So gebe es nach Mays Erfahrung bettlägerige Menschen, deren sozialer Kontakt sich auf täglich dreimal umdrehen von den Pflegern beschränke. Es fehle einfach die Zeit. Die Grundidee von „Retla“ sei, einsame alte Menschen mithilfe von verschiedenen Aktionen aus ihrer Isolation zu holen. Das können Besuche sein, Vorleseaktionen, Ausflüge, Konzertbesuche oder Rikscha-Fahrten. 

„Im Februar haben wir uns zusammen mit den Organisatoren zum ersten Mal getroffen, um die ersten Projekte zu planen“, erklärte die Künstlerin. „Kurz danach hat uns Corona überrollt.“ Dennoch sei es gelungen, „Telefon-Engel“ ins Leben zu rufen und Patenschaften für Ältere zu vermitteln. „Elmar und ich gehen eine Stunde jeden Dienstag selbst an das Telefon. Elmar von 11 bis 12 und ich von 15 bis 16 Uhr“, verriet die Mimin. Kritisch äußerte sich May kürzlich zum Zölibat in der katholischen Kirche. „Es muss auch in der katholischen Kirche ein Familienleben für Geistliche geben“, sagte die 69-Jährige der „Bild“. Die Kirchengesetze müssten dringend reformiert werden. „Es geht mir gegen den Strich, dass die Kirchenmänner Wahrheit predigen und Unwahrheit leben“, so May. Sie sei deshalb bereits aus der katholischen Kirche ausgetreten.
...