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Reise-News: Unendliche Weiten im Polderland: Besuch in Flevoland, der jüngsten Provinz der Niederlande

Montag, den 10. Mai 2021

(djd). Der größte vom Menschen geschaffene Naturpark der Welt liegt im Nordosten der Niederlande. Stundenlang kann man die unendlich weite Polderlandschaft mit ihren flachen Gewässern, sumpfigen Wiesen und wogenden Schilffeldern am Rand des Markermeers durchstreifen. Anderen Spaziergängern begegnet man selten. Mit etwas Glück sind jedoch frei lebende Pferde, Wildrinder oder Rothirsche zu sehen. Und mit Sicherheit lassen sich zahlreiche Wasservögel erblicken, am besten von den Beobachtungstürmen am Wegesrand. Der Nationalpark Nieuw Land liegt in der Provinz Flevoland, nur eine halbe Stunde Autofahrt von Amsterdam entfernt, im Gebiet der größten Landgewinnung aller Zeiten. Die jüngste Provinz der Niederlande ist erst in den 1980er-Jahren entstanden und liegt mehr als vier Meter unter dem Meeresspiegel – ein Meisterwerk der Deichbauer.

Wassersport und Strände

Das junge Land hat eine lange Vergangenheit: Die Orte Urk und Schokland waren früher Inseln, die ständig im Kampf gegen die Fluten der nahen Nordsee lagen. Bis heute versprüht der lebhafte Hafen im alten Fischerdorf Urk seinen maritimen Charme. Zu Füßen des schneeweißen Leuchtturms gibt es Hering mit Zwiebeln, fangfrischen Backfisch oder butterweiche Scholle. Segelboote, Fähren und Ausflugsschiffe kreuzen zwischen Urk und einem Dutzend weiterer Jachthäfen durch Flevolands Seen und Kanäle. Die weite Wasserlandschaft ist ein Paradies für Segler, Paddler und Windsurfer. Mehr als 30 flache Strände laden Familien und Sonnenhungrige zum Baden, Sandburgenbauen oder Picknicken ein. Alle Orte und Häfen, Rad- und Wanderrouten sowie Unterkünfte vom Campingfloß über Ferienwohnungen und Hotels bis zu Ferienparks sind unter www.visitflevoland.de zu finden.

Landschaftskunst und Tulpenfelder

Neben der eigentümlichen Natur zwischen Deichen und Poldern, Schleusen und Wehren ragen einzigartige Landschaftskunststücke auf. Internationale Künstler haben sich von der endlosen Weite, dem hellen Licht und der grenzenlosen Aussicht zu überraschenden Werken inspirieren lassen. Es kommen immer mehr Landschaftskunstwerke dazu, das neueste ist beispielsweise das „Riff“ von Bob Gramsma, ein begehbares Symbol für die Formbarkeit der Landschaft. Die angrenzenden Felder auf dem ehemaligen Meeresboden sind außergewöhnlich fruchtbar. Und so gedeihen neben dem Naturpark üppige Gemüsegärten mit den besten Kartoffelsorten, roten Rüben oder exklusivem Safran. Ab Mitte April ist auch in Flevoland die holländische Tulpenblüte zu bewundern und nächstes Jahr findet hier die internationale Gartenbauausstellung Floriade Expo 2022 statt.

Foto: Safari im Nationalpark: Mit etwas Glück kommen die Besucher den Wildpferden ganz nah. © djd/Visit Flevoland/Allwrite