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DR Schaefer am Magdeburger Dom

Magdeburg: Der Schäfer vom Dom

Dienstag, den 4. Mai 2021

Von Doris Richter  

Eigentlich denkt ein Jeder an eine Sage, aber es gab diesen Schäfer wirklich. Kurioserweise haben sich schon drei Mal am Kartentisch des Domes Personen als Kopohele vorgestellt. So soll nämlich der Name des besagten Schäfers gewesen sein. Er lebte zu Zeiten des Domneubaus (dieser begann 1208) bei dem Kloster Berge. 

Eines Tages bemerkte er, wie einer seiner Hunde an einem Stein kratzte und eine Maus aufscheuchte. Als er daraufhin den Stein und das Mauseloch untersuchte, fand er einen Krug mit Goldmünzen. Diesen nahm er erst einmal mit nach Hause. Freilich wusste er über den Dombau und die Kosten dafür Bescheid. Da der Schäfer ein frommer Mann war, plagte ihn das schlechte Gewissen, was schließlich dazu führte, das der Schäfer beim Erzbischof vorstellig wurde und ihm das Gold für den Bau der Kathedrale übergab. 

Natürlich war der Erzbischof darüber hocherfreut und er räumte dem Schäfer ein lebenslanges Wohnrecht ein. Über der Paradiespforte des Domes wurden ihm zu Ehren Schäferfiguren eingebaut - bis dahin soll die Gabe zur Finanzierung des Baus gereicht haben.


Als langjährige Magdeburger Stadtführerin weiß Doris Richter viel Wissenswertes und Interessantes über unsere Stadt und Stadtgeschichte zu erzählen. 

In den Magdeburger-News.de behandelt sie Themen, bei denen nicht nur Touristen Neues und Unbekanntes erfahren können, sondern sicher auch manch eingefleischter Magdeburger.