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Karliczek: Wir brauchen im 21. Jahrhundert mehr Frauen in Spitzenpositionen von Wissenschaft und Forschung

Donnerstag, den 11. Februar 2021

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (Foto) zum Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

Der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft wurde am 22. Dezember 2015 in der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen. Er wird jährlich am 11. Februar begangen und weist auf die entscheidende Rolle hin, die Mädchen und Frauen in Wissenschaft und Technologie spielen. Aus diesem Anlass erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

"Deutschland ist Innovationsland. Unser größter Schatz sind die vielen klugen Menschen in unserem Land. Auf ihren Schultern basiert unser Wohlstand und unser hoher Lebensstandard. Um den großen Herausforderungen unserer Zeit - von Pandemie bis Klimawandel- erfolgreich begegnen zu können, müssen wir unsere Potentiale voll ausschöpfen. Wir brauchen im 21. Jahrhundert mehr Frauen in Spitzenpositionen von Wissenschaft und Forschung! Hier sehe ich noch Luft nach oben.

Das Bundesforschungsministerium ist in diesem Sinne aktiv und hat bereits ein Bündel von Maßnahmen aufgelegt. So hat das erfolgreiche Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder wesentlich dazu beigetragen, die Anzahl der Professorinnen an Hochschulen in Deutschland nachhaltig zu erhöhen. Ich freue mich, dass ihr Anteil so von rund 16 Prozent im Jahr 2007 auf nahezu 25 Prozent gesteigert werden konnte.

Mit dem neuen Förderschwerpunkt ,Innovative Frauen im Fokus' fördern wir von 2020 bis 2026 mit 41 Millionen Euro Forschungsprojekte sowie Umsetzungs- und Verstetigungsmaßnahmen, die die Sichtbarkeit von Frauen, ihrer Leistungen und ihres Potenzials in Wissenschaft, Innovation und Gesellschaft weiter erhöhen.

Junge Frauen erhalten so in der Öffentlichkeit wirksame, neue Rollenvorbilder, die sie dabei unterstützen, eine Berufswahl anhand ihrer Talente unabhängig von althergebrachten Rollenklischees zu treffen. Nur so gewinnen wir die besten Talente zur Lösung heutiger wie künftiger Herausforderungen. Dies wird auch über unseren Förderschwerpunkt 'Erfolg mit MINT - Neue Chancen für Frauen' und gemeinsam mit über 360 Partnern im Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen 'Komm, mach MINT.', der Teil des MINT-Aktionsplans ist, weiter unterstützt. Wir fördern so das Potenzial unserer jungen, gut ausgebildeten Frauengeneration für zukunftsträchtige Berufe im MINT-Bereich. Auch durch die vielfältigen Angebote rund um den Girls' Day werden jedes Jahr Schülerinnen für Studiengänge und Berufskarrieren im MINT-Bereich begeistert."

Foto: Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung © BMBF/Laurence Chaperon