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Wirtschaftsminister Willingmann: Auch Tourismuswirtschaft in Sachsen-Anhalt braucht Perspektiven!

Mittwoch, den 10. Februar 2021

Reisebeschränkungen und weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben 2020 bei den Beherbergungsbetrieben in Sachsen-Anhalt zu einem erheblichen Rückgang der Gästeankünfte und Übernachtungen geführt. Wie aus der vorläufigen Erhebung des Statistischen Landesamtes hervorgeht, verzeichnete die Tourismuswirtschaft für das Gesamtjahr 5,97 Millionen Übernachtungen bei 2,23 Millionen Gästeankünften. Im Rekordjahr 2019 verbuchten die Betriebe noch 8,6 Millionen Übernachtungen und 3,6 Millionen Gästeankünfte. Der Rückgang bei den Übernachtungen fiel mit einem Minus von 31 Prozent niedriger aus als im Bundesschnitt (- 39 Prozent).

„Angesichts der erheblichen Einschränkungen für die Tourismuswirtschaft über mehrere Monate hinweg sind fast sechs Millionen Übernachtungen noch ein beachtlicher Wert“, sagte Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann (Foto) am Mittwoch. „In den Lockdown-freien Monaten seit Pfingsten 2020 und bis in den Herbst haben die Beherbergungsbetriebe des Landes offensichtlich vom wachsenden Deutschland-Tourismus profitiert. Das belegt zum einen die Leistungsfähigkeit der Branche sowie die Attraktivität Sachsen-Anhalts als Reiseland. Zum anderen dürfte sich hier auch unsere Kampagne ‚Echt schön. Sachsen-Anhalt‘ ausgezahlt haben, die von der Investitions- und Marketinggesellschaft deutschlandweit kommuniziert wurde.“

Der Minister bleibt insofern zuversichtlich, dass sich die Tourismuswirtschaft Sachsen-Anhalt nach den Rückgängen im Corona-Jahr 2020 sowie dem aktuell anhaltenden Lockdown relativ schnell wieder erholen kann. „Eine wichtige Voraussetzung hierfür sind allerdings klare Perspektiven“, betonte Willingmann. „Aktuell können das Corona-bedingt zwar keine konkreten Öffnungsdaten sein. Wir müssen den besonders von der Pandemie betroffenen Branchen aber klar die Voraussetzungen für eine Wiedereröffnung nennen und an das Erreichen dieser Ziele konkrete Öffnungsschritte knüpfen. Ohne solche Perspektiven schwindet sonst der Rückhalt für die aktuelle Corona-Politik.“

Willingmann wies darauf hin, dass im Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt an einem entsprechenden Stufenplan gearbeitet werde; Stufen-Modelle wurden in jüngster Zeit auch in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Thüringen entwickelt: „Gerade im Tourismus bedarf es länderübergreifender Regelungen für Öffnungsschritte und die Rückkehr zu mehr Normalität. Daher ist es sinnvoll, wenn in den Ländern Pläne erarbeitet und dann gemeinsam mit dem Bund harmonisiert werden. Und: Bevor wir weiter alles geschlossen lassen, sollten wir kreative Lösungen in Betracht ziehen, um auch in der Pandemie mehr Wirtschaft zuzulassen und Lasten des Lockdowns fairer zu verteilen.“