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Verdauung 05

Gesundheit-News: Training für den Darm - Kann Bewegung wirklich Verdauungsbeschwerden beeinflussen?

5. Dezember 2020

Foto: Süße Versuchung - Ab und zu eine kleine Nascherei ist in Ordnung, aber grundsätzlich ist eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung meist besser für die Verdauung.

(djd). Stillstand auf dem stillen Örtchen: Rund 15 Prozent der Deutschen leiden mindestens einmal im Jahr an Verstopfung. Dann sind möglicherweise die natürlichen Darmkontraktionen, die den Speisebrei gründlich vermischen und die unverdaulichen Nahrungsbestandteile anschließend hinausbefördern, ins Stocken geraten.

Wenn sich im Darm nichts mehr bewegt, wird oft mehr Bewegung angeraten. Das soll die Sache in Schwung bringen. Doch stimmt das wirklich?

Sport löst keine akute Verstopfung

Prof. Dr. med. Michael Karaus, Gastrologe und Chefarzt am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende, erläutert dazu: "Leider ließ sich zumindest bei moderater körperlicher Bewegung, was in dem Fall Hobbysport wie Schwimmen oder Fahrradfahren einschließt, eine sofortige Verbesserung eines trägen Darms bislang nicht feststellen." Auf der anderen Seite zeigen einige Studien, dass Inaktivität Verstopfung begünstigen kann. Bei High-Intensity-Sportarten wie Marathonlauf wiederum kann es bei manchen Personen zu überschießenden Reaktionen kommen - zur sogenannten "Runner’s Diarrhea", dem Läufer-Durchfall.

Zusammengefasst scheint regelmäßiges Training geeignet zu sein, um einem trägen Darm vorzubeugen.

Akute Verstopfung komplett durch Sport zu lösen, funktioniert offenbar eher nicht. Was aber tun, wenn nichts mehr geht? Gut verträgliche Medikamente, die Verstopfungen lösen oder den Stuhl weich machen, enthalten beispielsweise in der Produktpalette von Dulcolax, können helfen und sogar nachweislich die Lebensqualität verbessern. Am Abend eingenommen, wirken die Präparate planbar über Nacht und befreien in der Regel am nächsten Morgen - zu einer Zeit, in der der Stuhlgang natürlicherweise am leichtesten fällt.

Nur nichts aufschieben

Grundsätzlich sollten Menschen, die zu einem trägen Darm neigen, Toilettengänge nicht aufschieben. Denn dies begünstigt Verstopfungen. Wenn es also im Bauch drückt: ruckzuck ab aufs Klo! Und hier gilt es, sich Zeit zu lassen, denn auf Stress reagiert der Darm schnell einmal mit Totalstreik. Wer insgesamt häufig unter Anspannung und Stress leidet, sollte mit Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenem Training gegensteuern.



Text / Foto: djd/Sanofi/Dulcolax/Roman Samborskyi/123RF