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Sachsen-Anhalt-News: Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit: Engagementbotschafter Kultur berufen

Montag, den 31. August 2020

Staats- und Kulturminister Rainer Robra (Foto) hat heute fünf Engagementbotschafter im Bereich Kultur ernannt. Durch die Ernennung wird herausragendes, ehrenamtliches Engagement gewürdigt. Die Engagementbotschafter werden für einen Zeitraum von zwei Jahren berufen.

Der Minister betonte: „Die heute berufenen Engagementbotschafter lassen durch ihren persönlichen und sehr individuell geprägten Einsatz deutlich werden, wie wichtig Teilhabe gerade im Kulturbereich ist. Das Ehrenamt stiftet Gemeinschaft und ist eine ganz praktische Möglichkeit zur demokratischen Mitbestimmung und Mitgestaltung unseres Gemeinwesens.“

Robra bekräftigte, dass es das erklärte Ziel der Landesregierung sei, die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement kontinuierlich weiter zu verbessern. Gerade die Menschen, die sich ehrenamtlich in unserem Land engagieren, müssten jederzeit spüren, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird.

Zu Engagementbotschaftern wurden folgende Bürger und Bürgerinnen berufen:

 
Michael Scholl (Bereich Musik)

Der Kreiskantor des Kirchenkreises Biederitz und Vorstand des Förderkreises Biederitzer Kantorei hat den „Biederitzer Musiksommer“ zu einem über die Region ausstrahlenden Musikfest entwickelt. Durch sein Wirken haben sich weitere Reihen ergeben, die das kulturelle Leben Magdeburgs bereichern und zudem an sozial schwierigen Orten Angebote schaffen. Er prägte Veranstaltungen wie die Europäische Chornacht „Europe Voice“, den „Magdeburger Barockauftakt“ oder die „Schinkelmusiktage“.

 
Soniya Frotan (Bereich Soziokultur)

Frau Frotan stammt aus Afghanistan und hat sich in den letzten Jahren insbesondere in Schönebeck für die Unterstützung für geflüchtete afghanische Frauen und deren Kinder eingesetzt.

Neben Sprachkursen organisierte sie Computerkurse, Demokratie-Bildungsseminare und stärkte praxisnah die Teilhabe der Frauen am gesellschaftlichen Leben. Im Juni 2018 gründete sie gemeinsam mit anderen Initiatorinnen das Interkulturelle Frauennetzwerk in Sachsen-Anhalt (IFNIS) e.V.

 
Ronny Krimm (Traditions- und Heimatpflege)

Der Mitbegründer des Mösthinsdorfer Heimatvereins hat in den letzten Jahren im nördlichen Saalekreis eine Vielzahl von sozialen Projekten initiiert. Er engagierte sich für den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses als Haus der Begegnung, dessen Einweihung im März 2020 erfolgte. Die Einrichtung fungiert als zentraler Begegnungs-, Versammlungs- und Veranstaltungsort in Mösthinsdorf. Mit dem Haus der Begegnung erfolgte der Aufbau der Netzwerkstelle KULTURhaus mit den Bereichen Kunst, Kultur, Musik und Geschichte.


Ursula Günther (Literatur)

Die Autorin und Vorstandsmitglied im Förderverein der Schriftsteller Magdeburgs engagiert sich seit vielen Jahren für die Förderung der heimischen Literatur und für das Sichtbarmachen der literarischen Szene Sachsen-Anhalts. Sie knüpft Netzwerke zwischen Literaten, Veranstaltern und Bildungseinrichtungen und organisiert Schreibwerkstätten für Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus wirkt sie als Brückenbauerin in der interkulturellen künstlerischen Zusammenarbeit.

 
Mark Wollmann (Bibliothek, Literatur, Leseförderung)

Der Abiturient des Gymnasiums Landsberg leitet im Ortsteil Peißen eine Bibliothek, die vor fünf Jahren durch eine Schülerinitiative unter dem Dach des Vereins „Bürger für Peißen e.V.“ gegründet wurde. Mark Wollmann organisiert ferner einen Leseclub, dessen Ziel es ist, kostenfrei und ohne Notendruck die Lesemotivation von Kindern zu erhöhen sowie ihre Sprachfähigkeiten und Medienkompetenz zu entwickeln. Dabei erreicht er insbesondere auch Kinder im ländlichen Raum.

 
Hintergrund

Als Engagementbotschafter Kultur des Landes Sachsen-Anhalt werden seit 2013 Bürgerinnen und Bürger des Landes berufen, die im Kulturbereich, zum Beispiel in der Museumsarbeit, im Bibliothekswesen, in der Traditions- und Heimatpflege, der Soziokultur, der kulturellen Bildung oder auf dem Gebiet der Förderung von Musik und Literatur, ehrenamtlich tätig sind. Die Berufung ist eine Auszeichnung für ehrenamtliche Arbeit und zugleich selbst ein Ehrenamt. In diesem Jahr wurde erstmalig ein Jugendlicher als Engagementbotschafter für den Zeitraum 2020 bis 2022 berufen.