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Magdeburg-News: Bildungseinrichtung für körperbehinderte Kinder und Jugendliche

Sonntag, den 26. Januar 2020

Ersatzneubau für Schüler mit körperlichen Handicaps in Magdeburg eingeweiht

Die Förderschule „Am Sternsee“ für körperbehinderte Kinder und Jugendliche in
Magdeburg hat den Unterrichtsbetrieb aufgenommen. Zwei Jahre nach dem
Spatenstich haben Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, Bildungsminister Marco
Tullner, Schulleiterin Grit Hacker sowie Vertreter der Landkreise Börde,
Salzlandkreis und Jerichower Land den Ersatzneubau für 150 Schüler offiziell
eröffnet.

Martin Stichnoth: „Die Investition ist ein Musterbeispiel für eine sinnvolle
kommunale Zusammenarbeit“, sagt Landrat Martin Stichnoth zur Einweihung in
diesen Tagen. 50 Kinder und Jugendliche kommen aus den umliegenden Landkreisen,
in denen es keine Förderschulen für Körperbehinderte Kinder und Jugendliche
gibt. Aktuell werden 109 Mädchen und Jungen beschult, „davon unter anderem auch
10 aus dem Landkreis Börde.“

Dafür zahlt der Landkreis Börde Gastschulbeiträge. Das pädagogische Konzept ist
als offenes Ganztagsangebot ausgelegt. Die Gesamtkosten für den Neubau betragen
rund 9 Millionen Euro. Sie beinhalten die Kosten für das Gebäude, die
Ausstattung und die Baunebenkosten. Das Land fördert davon 7,5 Millionen Euro
(analog STARK III plus EFRE-Richtlinie). Die Differenz von etwa 1,5 Millionen
Euro sind Eigenmittel der Landeshauptstadt Magdeburg. 

Hintergrund: 

Der alte Standort am Fermersleber Weg war stark sanierungsbedürftig und bot mit
nur 100 Plätzen zu wenig Platz. Dies machte den Neubau der Förderschule
notwendig. Hier können nun bis zu 150 Schüler mit körperlicher Behinderung
unterrichtet werden - und das zweizügig in den Klassenstufen 1 bis 10. Das
pädagogische Konzept ist als offenes Ganztagsangebot ausgelegt.

Vorgesehen ist, dass 100 Kinder und Jugendliche mit Handicap aus Magdeburg und
weitere 50 aus den umliegenden Landkreisen kommen, in denen es keine
Förderschulen gibt. Derzeit werden 109 Mädchen und Jungen beschult, davon:

87 aus Magdeburg,
10 aus dem Landkreis Börde,
   9 aus dem Salzlandkreis und
   3 aus dem Landkreis Jerichower Land.

In dem 3-geschossigen Neubau sind auf einer Grundfläche von etwa 4.400
Quadratmetern unter anderem untergebracht: 

13 allgemeine Unterrichtsräume,
   3 Förderräume,
   7 Fachunterrichtsräume,
  eine Sporthalle,
  ein Therapiebecken,
  ein Mehrzweckraum mit Essensausgabe,
  ein Schülerkiosk,
     2 Physiotherapieräume,
  ein Snoezelraum,
  ein Schwesternzimmer und
     2 medizinische Behandlungsräume.

Außen befinden sich auf dem Schulhof zwei Spielplätze für verschiedene
Altersgruppen, ein Bolzplatz und ein grünes Klassenzimmer. Vor dem Schulgebäude
ist zum Roggengrund eine Vorfahrtmöglichkeit für den Hohl- und Bringedienst
geschaffen worden. Die Sportanlagen wie Laufbahn und Sprunggrube sind aus
Platzgründen auf einem benachbarten städtischen Grundstück untergebracht.

Mit dem Neubau haben sich die Bedingungen für die Kinder und Pädagogen deutlich
verbessert. Die Schule ist nach heutigen Richtlinien zu 100 Prozent
behindertengerecht und für Schüler im gesamten Gebäude barrierefrei. Somit
wurden optimale Voraussetzungen für das Lernen geschaffen. Mit dem
Bewegungsbecken, den Physiotherapieräumen und dem Schwesternzimmer gibt es zudem
zusätzliche Therapiemöglichkeiten für die Kinder.

Titelfoto: 

Die symbolische Schlüsselübergabe (v. l. n. r. Landrat Dr. Steffen Burchhardt
(Jerichower Land), Landrat Markus Bauer (Salzlandkreis), Oberbürgermeister Dr.
Lutz Trümper, Bildungsminister Marco Tullner, Schulleiterin Grit Hacker und
Landrat Martin Stichnoth / © Landkreis Börde