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Deutschlandweites interdisziplinäres Ärztesymposium am 8. und 9. November 2019 in Magdeburg

Freitag, den 8. November 2019

Neuroendokrine Neoplasien (NEN) besser kennenlernen

Zu einem deutschlandweiten interdisziplinären Symposium treffen sich Experten und Expertinnen der Universitätsmedizin am 8. und 9. November 2019 in Magdeburg. Das Treffen steht in diesem Jahr unter der wissenschaftlichen Leitung des Magdeburger Universitätsprofessoren Michael Kreißl, der den Bereich Nuklearmedizin an der Universitätsmedizin Magdeburg leitet. Die 27 Referenten sind Internisten, Chirurgen, Pathologen, Nuklearmediziner und Radiologen. Sie werden aktuelle Erkenntnisse zur Diagnostik und Therapie neuroendokriner Neoplasien (NEN) aus der Sicht ihres jeweiligen Fachgebietes vorstellen.

Es ist bereits das 14. Interdisziplinäre Symposium, bei dem es schwerpunktmäßig um Neuroendokrine Neoplasien (NEN) geht. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von verschiedenen seltenen Tumorerkrankungen. Ihre Gemeinsamkeit ist der Ursprung aus der sogenannten "neuroendokrinen Zelle". Diese Zellen tragen zum einen Merkmale von Nervenzellen (neuro-), als auch Merkmale von hormon-produzierenden Zellen (-endokrin). Jedoch unterscheiden sich die einzelnen NEN in ihrem Wachstum und in ihrer Gefährlichkeit. „Über die auslösenden Faktoren der Erkrankung ist bislang wenig bekannt. Es ist auch unklar, warum in den letzten Jahren NEN häufiger diagnostiziert werden“ sagt Prof. Dr. Ali Canbay, der an der Organisation dieses Symposiums Maßgeblich beteiligt war. Prof. Canbay leitete  die Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie Magdeburg  und ist jetzt neuer Direktor der Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum. „Leider bleiben Neuroendokrine Neoplasien häufig lange unbemerkt, es gibt aber mittlerweile sehr gute Methoden, um die Ausbreitung exakt darzustellen. Auch stehen zahlreiche moderne Therapieverfahren zur Verfügung“, berichtet  Prof. Dr. Michael Kreißl.

Während des Expertentreffens wird im Rahmen eines molekularen Tumorboards die Diagnostik und Pathologie bei NEN erörtert. Auch die Frage nach dem Stellenwert der Immunonkologie und der aktuelle Stand der Forschung werden thematisiert. „Außerdem werden in interdisziplinären Runden Patientenfälle vorgestellt und verschiedene Therapieoptionen diskutiert“, kündigt Prof. Kreißl an. Er freut sich auf den wissenschaftlichen Austausch mit zahlreichen Fachkollegen während des Treffens in Magdeburg.

Das 14. Interdisziplinäre NEN-Symposium findet am 8. und 9. November 2019 im Maritim-Hotel statt.

Unterstützt wird die Veranstaltung von der Novartis Pharma GmbH.