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Zu- und Fortzugsrate in Sachsen-Anhalt 2018 nahezu gleich

SAN News

Dienstag, den 6. August 2019

Laut Ergebnissen der Wanderungsstatistik lag die Zuzugsrate im Mittelwert aller Gemeinden Sachsen-Anhalts bei 46,7, die Fortzugsrate bei 47,2.

In absoluten Zahlen gemessen hatten die beiden größten Städte auch die meisten Fort- und Zuzüge über die Gemeindegrenze. Im Jahr 2018 zogen 13 990 Personen in die Landeshauptstadt Magdeburg und 12 871 fort. 12 977 Personen kamen in die kreisfreie Stadt Halle (Saale) und 12 189 verließen die Stadt. Ebenfalls hohe Zu- und Fortzüge verzeichneten Halberstadt im Landkreis Harz (4 886 Zu- und 5 155 Fortzüge), Weißenfels im Burgenlandkreis (3 483 Zu- und 3 642 Fortzüge) und die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau (2 864 Zu- und 2 915 Fortzüge). Damit befanden sich dieselben Städte wie 2017 unter den Top 5 der Zu- und Fortzüge.

Für eine von der Gemeindegröße unabhängigere Betrachtung sind die Zuzugs- und Fortzugsraten - also relative Werte - zu betrachten (Zuzüge bzw. Fortzüge über die Gemeindegrenze bezogen auf 1 000 Einwohner der mittleren Jahresbevölkerung). Die höchste Zuzugsrate in Sachsen-Anhalt hatte die Gemeinde Harbke im Landkreis Börde 2018 mit einem Wert von 161,2. Neben der Gemeinde Harbke waren die zuzugsstärksten Gemeinden im Jahr 2018 Halberstadt (120,5), Wethau im Burgenlandkreis (104,2), Klietz im Landkreis Stendal (94,4) und Weißenfels (85,7).

Harbke hatte 2018 auch die höchste Fortzugsrate in Höhe von 175,2. Die fortzugsstärksten Gemeinden waren neben Harbke die Gemeinden Klietz (165,2), Halberstadt (127,1), Osterfeld im Burgenlandkreis (89,8) und Weißenfels (89,6).

Die Wanderungsraten nach Nationalität weisen bei den Gemeinden deutliche Unterschiede auf. Die höchsten Zuzugsraten bei Deutschen hatten 2018 die Gemeinden Stößen im Burgenlandkreis (81,1), Altmärkische Wische (71,8), Kamern (65,8), Hassel (60,9), alle 3 im Landkreis Stendal, und Benndorf im Landkreis Mansfeld-Südharz (59,6). Die durchschnittliche Zuzugsrate von Deutschen über alle Gemeinden in Sachsen-Anhalt lag 2018 bei 37,5. Sie lag damit über dem Vorjahreswert von 36,7.

Die höchsten Fortzugsraten bei Deutschen hatten 2018 die Gemeinden Benndorf (64,0), Wethau (60,8), Schraplau im Saalekreis (60,7), Hohenberg-Krusemark im Landkreis Stendal (60,6) und Beendorf im Landkreis Börde (60,3). Die durchschnittliche Fortzugsrate von Deutschen über alle Gemeinden in Sachsen-Anhalt lag 2018 bei 38,1. Sie erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahreswert von 37,4.

Die höchsten Zuzugsraten bei Ausländern hatten 2018 die Gemeinden Harbke (128,1), Halberstadt (85,9), Weißenfels (63,1), Klietz (51,6) und Osterfeld (50,6). Die durchschnittliche Zuzugsrate von Ausländern über alle Gemeinden in Sachsen-Anhalt lag 2018 bei 9,3. Sie reduzierte sich damit im Vergleich zum Vorjahr vom damaligen Wert 10,2.

Die höchsten Fortzugsraten bei Ausländern hatten 2018 ebenfalls die Gemeinden Klietz (134,0), Harbke (130,4), Halberstadt (91,5), Weißenfels (63,1) und Osterfeld (53,9). Die durchschnittliche Fortzugsrate von Ausländern über alle Gemeinden in Sachsen-Anhalt lag 2018 bei 9,1. Sie reduzierte sich damit im Vergleich zum Vorjahr vom damaligen Wert 10,9.

Die hohen Zuzugs- und Fortzugsraten in den Gemeinden Harbke, Halberstadt und Klietz dürften auf die dortigen Erstaufnahmeeinrichtungen zurückzuführen sein, da die dorthin gezogene bzw. von dort verzogenen Ausländer über diese Einrichtungen in den zuständigen Gemeinden melderechtlich erfasst werden.

Insgesamt waren die Wanderungen von Deutschen für die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden in Sachsen-Anhalt bedeutender als die Wanderungen von Ausländern. Zudem partizipierten alle Gemeinden von den Wanderungen der Deutschen und sowohl die mittlere Zu- als auch die mittlere Fortzugsrate von Deutschen nahmen im Vergleich zum Vorjahr zu. Die Wanderungen der Ausländer waren ungleichmäßiger auf die Gemeinden verteilt und sie nahmen im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt ab.