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DGB Sachsen-Anhalt: Lischka sollte Verhältnis zu Betrieben und Beschäftigten auffrischen

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Montag, den 27. Mai 2019


Zu den Äußerungen des Landesvorsitzenden Burkhard Lischka anlässlich des Abschneidens der SPD bei der Europa- und Kommunalwahl erklärt DGB-Landesleiterin Susanne Wiedemeyer (Foto):

„Wer Betriebsräte als verstaubt bezeichnet, sollte dringend sein Verhältnis zu Betrieben und Beschäftigten auffrischen. Gerade in Zeiten, in denen die Demokratie in und außerhalb von Betrieben unter Druck steht, sollte sich ein SPD-Landesvorsitzender für mehr betriebliche Mitbestimmung einsetzen. Die Aussagen von Burkhard Lischka sind Wasser auf die Mühlen derer, die die betriebliche Mitbestimmung behindern oder abschaffen wollen. Betriebsräte leisten einen wichtigen Beitrag für gute Arbeit und genießen hohe Wertschätzung. Betriebsräte sichern Beschäftigung, setzen fortschrittliche Arbeitszeitregelungen und gestalten die Zukunft in den Betrieben.“

Hintergrund: Die betriebliche Mitbestimmung genießt in Sachsen-Anhalt einen guten Ruf. Laut der Befragung „Index Gute Arbeit Sachsen-Anhalt“ halten über 70 Prozent der Beschäftigten eine betriebliche Vertretung wie Betriebsrat oder Personalrat für wichtig. In Betrieben, in denen es einen Betriebs- oder Personalrat gibt, sind sogar fast 90 Prozent dieser Meinung.