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Dekan dankt Medizinstudenten für Zivilcourage - Anerkennung nach Eingreifen gegen Schläger in der Straßenbahn

Dienstag, den 7. Mai 2019


Der Dekan der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Dr. Hermann-Josef Rothkötter, hat am heutigen Dienstag dem Medizinstudenten Rami dafür gedankt, dass er bei einem Angriff auf eine Frau in der Straßenbahn Zivilcourage bewiesen hat und eingeschritten ist. „Mit Ihnen haben wir jemanden in unseren Reihen, der unseren Grundgedanken, anderen Menschen zu helfen, in beispielhafter Weise vom Hörsaal mit in den Alltag nimmt. Für Ihren selbstlosen Einsatz möchte ich Ihnen herzlich danken“, sagte der Dekan. „Zudem bin ich sehr glücklich darüber, dass es Ihnen nach dieser gefährlichen Situation verhältnismäßig gut geht.“

Ein Mann hatte kurz vor Ostern einer jungen Frau in einer Magdeburger Straßenbahn unvermittelt ins Gesicht geschlagen und sie dabei erheblich verletzt. Der Medizinstudent schritt ein und wurde daraufhin selbst attackiert. Beide mussten stationär behandelt werden.

„Für mich ist es eine natürliche Reaktion, etwas zu sagen, wenn jemand in der Bahn geschlagen wird“, erklärte am Dienstag der 28-Jährige, der sich im zehnten Studiensemester befindet. Die Rückmeldungen aus seinem Umfeld seien unterschiedlich ausgefallen. „Der Großteil findet es gut, dass ich eingegriffen habe und ist stolz auf mich. Es gibt aber auch Einzelne, die meinen, diese Erfahrung sollte mir eine Lehre sein. Solche Aussagen ärgern mich.“ Denn Rami würde auch aus heutiger Sicht wieder helfen, sagte er.

Die Danksagung fand vor Hochschullehrern, wissenschaftlichen Mitarbeitern, weiteren Beschäftigten der Fakultät und Studierenden im Rahmen der monatlichen Sitzung des Fakultätsrates statt. Dekan Rothkötter überreichte dem Medizinstudenten Rami auch ein offizielles Dankesschreiben.