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Größte Ausländergruppen in Sachen-Anhalt hatten 2018 die syrische oder polnische Staatsangehörigkeit

Montag, den 15. April 2019


Nach aktuellen Informationen aus dem Ausländerzentralregister lebten am 31.12.2018 insgesamt 113 365 Ausländerinnen und Ausländer in Sachsen-Anhalt. Ihre Zahl erhöhte sich seit dem Vorjahr um 4 790 Personen. Dies entsprach einem Wachstum von 4,4 %. Damit lebten rund 1,0 % der insgesamt 10 915 455 in Deutschland ansässigen Ausländerinnen und Ausländer in Sachsen-Anhalt.

In Sachsen-Anhalt stellten die insgesamt 23 570 Syrerinnen und Syrer in den meisten Landkreisen und kreisfreien Städten die größte Ausländergruppe. Mehr als die Hälfte von ihnen lebte in den beiden größten Städten des Landes, 6 880 in Halle (Saale) und 5 285 in der Landeshauptstadt Magdeburg. Lediglich in den Landkreisen Altmarkkreis Salzwedel, Börde, Anhalt-Bitterfeld sowie im Burgenlandkreis bildeten Polinnen und Polen die größte Ausländergruppe. Ende 2018 lebten insgesamt 10 810 Polinnen und Polen in Sachsen-Anhalt. Sie waren damit die zweitgrößte Gruppe. Auf Platz 3 folgten die 7 815 Rumäninnen und Rumänen, danach die 5 740 Afghaninnen und Afghanen sowie die 4 160 Russinnen und Russen. Neben diesen landesweit großen Gruppen gab es regionale Besonderheiten. So waren beispielsweise Personen mit chinesischer Staatsangehörigkeit in Anhalt-Bitterfeld (495; 19,8 % der in Sachsen-Anhalt lebenden Chinesen), mit bulgarischer im Landkreis Wittenberg (325; 9,6 % aller Bulgaren in Sachsen-Anhalt) oder mit ungarischer im Saalekreis (500; 17,3 %) die drittgrößten Ausländergruppen.

Der Gesamtzuwachs im vergangenen Jahr basierte größtenteils auf einem Wanderungsüberschuss durch Zuwanderung aus dem Ausland (+6 400), während Ausländerinnen und Ausländer innerhalb Deutschlands häufiger aus Sachsen-Anhalt fort- als zuzogen. Zu dem Wanderungsüberschuss aus dem Ausland trugen am stärksten die Syrerinnen und Syrer bei (+1 115), gefolgt von Rumäninnen und Rumänen (+735), Polinnen und Polen (+610) und Bulgarinnen und Bulgaren (+550). Gleichzeitig zogen gerade die Syrerinnen und Syrer häufig in andere Bundesländer fort (-725). Der Geburtenüberschuss der ausländischen Bevölkerung in Sachsen-Anhalt lag im Jahr 2018 bei +1 790 Personen.

Die ausländische Bevölkerung veränderte sich in den verschiedenen Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsen-Anhalts zwischen 31.12.2017 und 31.12.2018 unterschiedlich. Die Spanne reichte von einem Rückgang von 1,6 % im Landkreis Stendal bis zu einem Wachstum von 7,9 % in der Landeshauptstadt Magdeburg. Neben dem Landkreis Stendal schrumpfte die Gruppe der Ausländer lediglich in Mansfeld-Südharz (-0,4 %). In allen anderen Kreisen gab es einen Zuwachs.

Insgesamt überwogen in der ausländischen Bevölkerung Sachsen-Anhalts mit 59,7 % die Männer. Das Durchschnittsalter der ausländischen Bevölkerung lag mit 30,7 Jahren unter dem der deutschen Bevölkerung (Ausländerinnen 30,0 Jahre; Ausländer 31,1 Jahre). Sie waren damit auch jünger als die ausländische Bevölkerung in Deutschland insgesamt (37,6 Jahre). Durchschnittlich hielten sich die in Sachsen-Anhalt ansässigen Ausländerinnen und Ausländer bereits seit 6,8 Jahren im Bundesgebiet auf. 7,9 % von ihnen waren bereits in Deutschland geboren; 43,7 % waren ledig, 27,2 % waren verheiratet. 4,1 % waren mit einem deutschen Partner oder einer deutschen Partnerin verheiratet.