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SAN Heute

Fast 100 Millionen Euro für Autobahnsanierung in Sachsen-Anhalt

Donnerstag, den 21. Februar 2019


Deutlich früher als in den Jahren zuvor beginnen bald die Sanierungsarbeiten an Sachsen-Anhalts Autobahnen. Bereits seit Anfang dieser Woche werden die ersten Vorkehrungen an der A 9 bei Dessau-Roßlau getroffen, um eine sichere Verkehrsführung während der Bauzeit zu ermöglichen. Autofahrer müssen sich bis Ende des Jahres auf Behinderungen einstellen. Besonders freitags – vor allem an den Nachmittagen – und zu Wochenbeginn ist an allen Baustellen mit Rückstaus zu rechnen. 

„Insgesamt werden in diesem Jahr mehr als 98 Millionen Euro in eine Vielzahl größerer Maßnahmen investiert“, kündigte der Präsident der Landesstraßenbaubehörde, Uwe Langkammer, heute in der Autobahnmeisterei Dessau-Roßlau an, wo er das Konzept der 2019 geplanten Großbaustellen vorstellte.

Den Schwerpunkt bilden sieben Abschnitte der A 2, A 9 und A 14 sowie der A 36 und A 38, wo auf einer Länge von 40 Kilometern (Richtungsfahrbahn = RF) die Schäden der Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) grundhaft beseitigt, aber auch andere, dem „normalen“ Verschleiß unterliegende Beton- und Asphaltfahrbahnen komplett erneuert werden. Allein dafür stehen in diesem Jahr fast 72 Millionen Euro zur Verfügung. 

„Durch unsere offensive Herangehensweise und die kontinuierliche Umsetzung eines straffen Erhaltungsprogramms, das in den zurückliegenden zehn Jahren Fachleuten und Autofahrern gleichermaßen viel abverlangt hat, können wir die AKR-Sanierung an der A 14 im Herbst komplett abschließen“, erklärte Langkammer.

Neben den Arbeiten an der freien Strecke stehen bis August auch wieder Fahrbahninstandsetzungen an verschiedenen, insgesamt zehn Autobahnanschlussstellen (AS) entlang der A 2, A 9, A 14 und A 36 sowie am Autobahnkreuz (AK) Rippachtal (A 9/A 38) auf der Agenda. Im Rahmen des diesjährigen „Anschlussstellenprogramms“ werden gut 3,5 Millionen Euro investiert. Die Arbeiten am AK Rippachtal kosten rund fünf Millionen Euro.

Hinzu kommt die Erweiterung der Tank- und Rastanlage Osterfeld an der A 9 in Fahrtrichtung Berlin, wo zwischen Juni und November für rund drei Millionen Euro unter anderem 56 neue Lkw-Stellplätze entstehen. 

Außerdem werden bei Tollwitz, an der A 9 zwischen der AS Bad Dürrenberg und dem AK Rippachtal, beidseitig auf einer Länge von jeweils knapp einem Kilometer neue Lärmschutzwände errichtet. Die Kosten dafür betragen rund 7,5 Millionen Euro. Gebaut wird hier voraussichtlich von Juni bis Oktober. 

Ein weiterer Schwerpunkt ist das sogenannte Bauwerkserhaltungsprogramm. In dessen Rahmen wird eine Reihe von Vorhaben, wie die Erneuerung von Verkehrszeichenbrücken, Entwässerungsleitungen und Fahrzeugrückhaltesysteme, realisiert. Hierfür werden in diesem Jahr rund 6,5 Millionen Euro eingesetzt. 

Verkehrsteilnehmer würden frühzeitig auf sämtliche Baustellenbereiche hingewiesen, sagte Langkammer mit Hinweis auf eine Reihe vorbeugender Maßnahmen, die jederzeit einen sicheren und unfallfreien Verkehrsfluss gewährleisten sollen. „Sämtliche Vorsichtsmaßnahmen nützen jedoch nichts, wenn Hinweisschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen missachtet werden“, appellierte er abschließend an die Autofahrer und bat zugleich um Verständnis für die unvermeidlichen Beeinträchtigungen. 

Um die Unfallgefahr in den Baustellenbereichen und an Stauenden zu reduzieren, kommen wie in den Vorjahren elektronische Stauvorwarner zum Einsatz. Außerdem werden Nothaltebuchten eingerichtet, damit liegengebliebene Autos nicht für Staus auf den Fahrspuren sorgen.