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Magdeburger Denkmäler: Das Kriegerdenkmal ist einer der letzten preußischen Zeitzeugen

Magdeburg, 20. Januar 2019


Von Annett Szameitat

Wussten Sie schon, dass das Kriegerdenkmal an der Hegelstraße zu den wenigen preußischen Zeitzeugen gehört, die in Magdeburg noch im Original erhalten sind?

In der gepflegten Anlage des Parks am Fürstenwall unweit des Domes erhebt sich ein imposantes Monument der Magdeburger Zeitgeschichte. Das auf einer Anhöhe stehende Kriegerdenkmal erinnert an die gefallenen Soldaten des Deutschen Krieges von 1866, des Deutsch-Französischen-Krieges von 1870/71 und an die Reichsgründung 1871. Am 2. September 1877, dem siebten Jahrestag der Kapitulation der französischen Truppen und der Gefangennahme Napoleons, wurde es feierlich eingeweiht. Die Errichtung des Denkmals erfolgte im Zuge der Neuanlage des Fürstenwallparks 1872 durch die Einebnung der Bastion Cleve. 



Der Entwurf stammt von dem Burger Architekten Hermann Eggert und die Bronzerelieftafeln gestaltete Emil Hundrieser. Die aus Sandstein gefertigte Stele erzählt mit Wort und Bild vom Kriegseinsatz der Magdeburger Regimenter. Es sind Szenen des Abschieds der Soldaten von den Familien, Symbole des Kampfes und des Sterbens im Felde, des Sieges über Napoleon und der Kaiserproklamation Wilhelm I. Sowohl das Magdeburger Wappen als auch der Adler Preußens zieren das Monument. Die Bronzereliefmedaillons von Reichsgründer Bismark, Wilhelm I. und Generalfeldmarschall von Moltke sind von Löwenskulpturen umkränzt. Hoch oben auf der Spitzte prangt die Kaiserkrone. Preußische Geschichte in Stein gehauen wird hier lebendig. Bei einem Rundgang lassen sich die künstlerisch fein gearbeiteten Details gut betrachten. Sitzmöglichkeiten rund um das Denkmal laden zum Verweilen ein. Das Monument steht unter Denkmalschutz und zählt zu den Baudenkmälern der Landeshauptstadt Magdeburg. 

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Fotos: (c) Annett Szameitat