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Promi-News - Udo Lindenberg: Der Panik-Rocker ist wie guter Wein

Udo Lindenberg. Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

17. November 2018

Je älter desto berühmter – nun gibt es einen Udo-Film

(cat). Darauf haben die „Lindianer“ gewartet: Ein Film über das Leben ihres Idols Udo Lindenberg wird gedreht – Titel „Lindenberg! Mach dein Ding!“ Witzig: Dafür wurde Hamburgs Stadtteil Poppenbüttel kurzerhand zu Libyen und das altehrwürdige „Hotel Randel“ zu einem Club einer US-amerikanischen Militärbasis umgestaltet. Produzent Michael Lehmann über sein Herzensprojekt: „Ich komme aus der DDR und Udo hat mir mit seiner Musik immer Hoffnung gegeben.“ Hauptdarsteller Jan Bülow, der auch wegen seiner Ähnlichkeit mit dem jungen Panik-Rocker ausgewählt wurde, wuchs mit dessen Sound auf. Selbst das Nuscheln hat er sich antrainiert. „Ich kannte viele Lieder durch meinen Vater. Fan war ich nicht, aber jetzt bin ich in den Songs drin“, so der 22-Jährige. Ihn hat der große Udo schon „abgecheckt“ und anscheinend für gut befunden. Bülow traf den Sänger in seiner Suite im Hamburger Hotel „Atlantic“ und hat sich „nett unterhalten“. Zudem tauchte Lindenberg immer mal wieder am Set auf „kuckikucki machen, was da so abläuft“. 

Udo kam mit 22 Jahren nach Hamburg, er hatte als Liftboy gejobbt, Düsseldorf, Breidenbacher Hof, die Fahrstuhlkabine steht heute im Pop-Museum seines Heimatstädtchens Gronau, am Udo-Lindenberg-Platz 1. „Und dann saß ich mit meinem Seesack auf der Wiese vor dem Atlantic und hab gedacht, da werde ich später mal wohnen“, so das Ausnahmetalent. Und das tut der „Dichter gegen Krieg und Hass“ nunmehr seit 20 Jahren - mit Swimmingpool und eigenem Kino. „In meiner Suite habe ich alles, was ich brauche. Musik, ein Klavier, meine Reizwäsche, die Rollschuhe und die Ballettschuhe. Und wenn ich Leute sehen will, gehe ich an die Bar. Da sind Kollegen aus der Kunst, aber auch Handlungsreisende, die sich auf den Tod vorbereiten.“ Ein weiteres Herzensprojekt des Hutträgers ist das frisch renovierte Rock‘n‘Popmuseum in Udos Heimatstadt Gronau, das nach einjähriger Umbauzeit wiedereröffnete. Der 72-Jährige erschien dort als Geheim-Act. „Niemand wusste davon. Und jetzt bin ich hier als Überraschungsei.“ Selbstverständlich sang er für seine begeisterten „Gronauten“ auch – nachdem er seine Stimme vorher erst mal mit Eierlikör geölt hatte.