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Gesund Verhu  tung

Lieben ohne Reue: Antworten zur Telefonaktion „Sexuell übertragbare Infektionen“

1. Dezember 2018


In welchen Situationen ist es möglich, sich mit HIV anzustecken? Welche Anzeichen deuten auf sexuell übertragbare Infektionen (STI) hin? Wer zahlt die Tests? Diese Fragen standen im Mittelpunkt unserer Telefonaktion in der vergangenen Woche. Hier sind einige  Antworten der Beraterinnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:

Jetzt wird man in Bussen und Bahnen oft angeniest oder angehustet, vielleicht auch von Menschen mit HIV. Kann man sich dabei anstecken?

Nein, beim Anhusten oder Niesen besteht kein Risiko, auch nicht bei Zungenküssen oder beim Schmusen. HIV kann im Alltag nicht übertragen werden. Es ist im Vergleich zu anderen Krankheitserregern ein schwer übertragbares Virus. Eine Infektion ist nur möglich, wenn eine ausreichende Menge von HI-Viren über Schleimhäute oder offene Wunden in den Körper von anderen Menschen gelangt. Der Hauptübertragungsweg ist ungeschützter Sex, gefolgt von gemeinsamer Nutzung einer Spritze beim Drogenkonsum.

Sind die im Internet angebotenen HIV-Selbsttests sicher?

Auf der Seite des Paul-Ehrlich-Instituts (www.pei.de) finden Sie eine ständig aktualisierte Liste der sicheren HIV-Selbsttests. Wie bei allen Tests gilt auch bei Selbsttests: Ein eventuell positives Ergebnis muss durch einen weiteren Test bestätigt werden. Der kann zum Beispiel im Gesundheitsamt gemacht werden.

Ich hatte einen Hautausschlag der wieder verschwand. Kann es eine Geschlechtskrankheit gewesen sein?

Um ganz sicher zu sein, sollten Sie sich untersuchen lassen, auch wenn die Beschwerden verschwunden sind. Denn die Krankheitserreger können sich immer noch im Körper befinden. Mit STI ist nicht zu spaßen. Sie erhöhen das Risiko für eine Ansteckung mit HIV bei ungeschütztem Sex. Außerdem können sie – wenn sie nicht behandelt werden – zu lebensbedrohlichen Erkrankungen führen.

Welche Anzeichen können darauf hindeuten, dass man sich eine Geschlechtskrankheit zugezogen hat?

Das sind zum Beispiel: ungewöhnlicher Ausfluss aus Scheide, Penis oder After, Juckreiz, Ausschlag, Hautrötungen, Bläschen, Warzen, Geschwüre, verstärkter Harndrang, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, sowie Schmerzen beim Vaginal- oder beim Analsex.

Wie kann ich mich am besten vor Geschlechtskrankheiten schützen?

Die Nutzung von Kondomen verringert die Wahrscheinlichkeit, sich sexuell übertragbare Infektionen (STI) zuzuziehen. Das Risiko kann man weiter senken, indem man den Kontakt mit veränderten Hautstellen wie Bläschen, Warzen oder Geschwüren vermeidet und kein Blut oder andere Körperflüssigkeiten aufnimmt. Vor Hepatitis A und B schützt eine Impfung.

Ich will mich auf Geschlechtskrankheiten testen lassen. Wer übernimmt die Kosten?

Die Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für einen Test, wenn es Anzeichen für eine sexuell übertragbare Infektionen (STI) bei dem Betroffenen selbst gibt oder wenn bei seinem Partner bereits eine STI festgestellt wurde. Die Kosten für ein jährliches Screening auf Chlamydien übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen für Frauen bis zum 25. Lebensjahr.