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Land Johanniskirche Magdeburg 1

Fünf Telegraphenstationen aus der Region beteiligen sich am Tag des offenen Denkmals

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30. August 2018


Am Sonntag, dem 9. September, beteiligen sich fünf Telegraphenstationen aus der Region am Tag des offenen Denkmals

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 In der Zeit von 11:00 bis 17:00 Uhr kann die Station Nr. 11 in Ziegelsdorf (Landkreis Jerichower Land), voll funktionsfähiger Signalmast, besichtigt werden.

In Magdeburg beginnt um 14:00 Uhr vor der Johanniskirche eine Führung mit anschließender Turmbesteigung. Auf dem Dach der Johanniskirche befand sich die Telegraphenstation Nr. 14.

In der Zeit von 14:00 bis 17:00 Uhr öffnen folgende drei Stationen:

- Nr. 16 Ampfurth, (Landkreis Börde), Schloss- und Telegraphenturm

- Nr. 18 Neuwegersleben (Landkreis Börde), Stationsgebäude mit funktionsfähiger Telegraphenanlage und Museum zur
  Geschichte und Technik der optischen Telegraphie

- Nr. 19 Pabstorf (Landkreis Harz), Ausstellung im Heimatmuseum Dedeleben.


Durch die versetzten Öffnungszeiten besteht die Möglichkeit mehrere Telegraphenstationen an diesem Tag besuchen zu können. 


Der jährlich deutschlandweit stattfindende Tag des offenen Denkmals wird in diesem Jahr zum 25. Mal unter Federführung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz veranstaltet. Das diesjährige Jahresthema „Entdecken, was uns verbindet“ passt nahezu perfekt zur optischen Telegraphenlinie Berlin-Koblenz. Der Verein „Optische Telegraphie in Preußen e.V.“ hatte sich im Vorfeld auch mit dem beigefügten Bild von der Telegraphenstation Nr. 18 in Neuwegersleben für das diesjährige deutschlandweit zum Einsatz kommende Plakat der Deutschen Stiftung Denkmalschutz beworben. An diesem Tag sind traditionell viele Baudenkmale, so auch die o.g. Telegraphenstationen, geöffnet.

 Das komplette Programm ist unter www.tag-des-offenen-denkmals.de abrufbar.

 

Zum Hintergrund:

Die "Königlich-preußische optische Telegraphenlinie Berlin – Koblenz" diente von 1833 bis 1849 dem preußischen Staat und Militär zum Informationsaustausch zwischen Berlin und dem Rheinland. Sie war seinerzeit eine wissenschaftlich-technische Pionierleistung. Die Telegraphenlinie bestand aus 62 Stationen mit je einem Signalmast und 6 einzeln beweglichen Flügeln. Sie standen in Sichtweite jeweils im Abstand von 6 bis 14 km. Durch Ablesen und Einstellen der Flügelstellungen konnten Zeichen, Worte und Texte so schnell und sicher wie nie zuvor über die große Distanz von 588 km übermittelt werden. Im heutigen Sachsen-Anhalt standen in Ost-West-Richtung 11 Stationen, woran noch relativ viele zum Teil liebevoll restaurierte und rekonstruierte Sachzeugnisse erinnern.

Seit einigen Jahren bemühen sich zahlreiche Telegraphenfreunde, die Telegraphenlinie wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. So werden die Standorte der ehemaligen Stationen mit Informationstafeln ausgestattet. Einheitliche Wegweiser zu den Stationen erleichtern deren Auffindbarkeit. Durch einen einheitlich beschilderten und in Fahrradkarten dargestellten Telegra-phenradweg wird die einstige Telegraphenlinie wieder erlebbar. Somit können die Telegraphen-stationen auch mit einer weiteren technischen Meisterleistung vergangener Tage, dem Fahrrad, das ebenfalls perfekt zum diesjährigen Jahresthema passen würde, besucht werden.

 

Im Verein „Optische Telegraphie in Preußen e.V.“ haben sich aktive Telegraphenfreunde aus Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Brandenburg zusammengeschlossen, um gemeinsame Projekte besser umsetzen zu können. Hierzu gehören u.a. die Teilnahme am Sachsen-Anhalt-Tag, am Tag der Industriekultur und am Tag des offenen Denkmals.

 

Weitere Informationen zur optischen Telegraphie unter  www.optischerTelegraph4.de


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Foto: Johanniskirche in Magdeburg (c) Veranstalter