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Aufnahme von syrischen "Weißhelmen" in Deutschland

22. Juli 2018


Nach der Evakuierung der „Weißhelme“ aus Südsyrien haben die Vorbereitungen zur Aufnahme von acht der humanitären Ersthelfer und ihrer Familien in Deutschland begonnen.


Außenminister Heiko Maas (Foto) zeigte sich erleichtert:

" Es ist eine gute Nachricht, dass es in enger Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern gelungen ist, viele der Weißhelme aus Südsyrien in Sicherheit zu bringen. 

Der Einsatz der Weißhelme verdient Bewunderung und Respekt. Wir haben ihn aus Überzeugung unterstützt. Seit Beginn des Syrien-Konflikts haben die Weißhelme mehr als 100.000 Menschen gerettet. Mehr als 250 von ihnen haben ihren Mut und ihre Mitmenschlichkeit mit dem Leben, viele mehr mit ihrer Gesundheit bezahlt.

Mit dem Vormarsch des Regimes droht vielen Weißhelmen nun Gefahr für Leib und Leben. Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, dass viele dieser mutigen Ersthelfer nun Schutz und Zuflucht finden, einige davon auch in Deutschland. Wir sind allen Partnern dankbar, die dazu beitragen.


Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärt hierzu:

" Ich habe entschieden, dass Deutschland acht Angehörige der „Weißhelme“ des oppositionellen syrischen Zivilschutzes und ihre Familien aufnimmt und ihnen Schutz gewährt. Die andauernde Militäroffensive und zunehmende Geländegewinne des syrischen Regimes in Süd-Syrien haben eine akute Gefahr für die „Weißhelme“ und ihre Familien mit sich gebracht. Diese Menschen, die ihr Leben zur Rettung und Hilfe und zur Linderung der Kriegsleiden der Zivilbevölkerung eingesetzt haben, bedürfen nun selbst der Hilfe. Ihnen Schutz zu gewähren ist für mich eine humanitäre Verpflichtung und Ausdruck meiner Politik, für Humanität und Ordnung in der Migrationspolitik zu sorgen.

Die Weißhelme haben als humanitäre Ersthelfer seit ihrer Gründung 2013 mehr als 100.000 Menschen aus den Trümmern von Häusern geborgen, oft nach Luftangriffen des syrischen Regimes, und waren immer wieder auch gezielten Attacken ausgesetzt. Mehr als 250 Weißhelme sind bei Einsätzen ums Leben gekommen. 2016 wurden sie für ihre Zivilcourage und ihren Mut mit dem Right Livelihood Award, dem „Alternativen Nobelpreis“, ausgezeichnet. Das Auswärtige Amt hat die Weißhelme seit 2016 mit insgesamt 12 Mio Euro gefördert.


Die Aufnahme der Weißhelme und ihren Familien erfolgt nach § 22 Satz 2 Aufenthaltsgesetz nach Entscheidung des Bundesministers des Innern.